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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 1 · p. Seite 2

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 1
Article
Samareitikon und Septuaginta
Date
1893-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 Samareitikon und Septuaginta. Ihre Lösung* ist in der richtigen Pixirung des Verhältnisses zu suchen, in welchem diese griechisch-samaritaniscke Ueber- Setzung zum Samaritanischen Targum, d. h. zu der im samaritanischen Idiome abgefassten Uebersetzung des samaritanischen Bibeltextes steht. Die bereits wiederholt nachgewiesene Uebereinstimmung . zwischen dem Samareitikon und dem Samaritanischen Targum ist derartig in die Augen springend, dass sie unverkennbar ist. Wenn das Verhältniss, in welchem diese beiden Versionen zu einander stehen, trotz allem dem bislang noch nicht cndgiltig präcisirt werden konnte, so lag das zunächst an der Unzulänglichkeit der bisherigen Hilfsmittel, sodann aber darin, dass man sich damit begnügt hat, diese Uebereinstimmung in vielen, ja in den meisten Fällen zu constatiren, ohne ihre Beschaffenheit genauer zu untersuchen, und ihr Wesen näher zu bestimmen. Bis vor kurzem kannte man nämlich das Sam. Targum nur in der Gestalt, in welchem es in der Handschrift erscheint, die der Pariser und der Londoner Polyglottenbibel gleich massig zu Grunde liegt1). Und da ergab denn eine von Castellus und nach ihm von Field vorgenommene Vergleichung der 43, (richtiger 4G) in der Hexapla als EajjiapeiTwtov bezeiehneten Stellen2) mit den entsprechenden Targumstellen dieser Edition, dass die beiden Versionen wohl zumeist auffallend übereinstimmen, in manchen Fällen aber auch entschieden von einander abweichen. Fach Castellus (a a. 0.) stimmen von den hierher gehörigen vier Stellen im 1. Buch Möses nur zwei überein, von den elf Stellen im 2. Buch Moses nur sechs, von den elf im 3. Buch nur sieben, von den neun im 4. Buch acht. Fach Field (Prolegg. p. LXXXIII) stimmen von den 43 uns erhaltenen Bruchstücken des Samareitikon sechsunddreissig mit dem Sam. Targum mehr oder minder genau überein, während sieben sich mit demselben nicht in Einklang bringen lassen. Mit der von Petermann im Jahre 1872 begonnenen und von Völlers im Jahre 1891 vollendeten, in ihrer Art mustergütigen, Ausgabe des Sam. Targum3), welche auf Grund eines 1) Brüll, Das Sam. Targum z. Pentat. ist nur eine von den gröbsten Schreib-u. Druckfehlern gesäuberte Transscription der Londoner Polyglotte. 2) Castellus berücksichtigt die Stelle im 5, B. Mos. 82, 8 nicht, während in der Aufzählung der Stellen von Field das Samareitikon zum 3. B. Mos. 15, 8 und zum 5. B. M. 8, 22 und 34, 1—3 fehlen. 3) Pentateuch us Samari tan us (richtiger wäre: Pentateuchi Samaritani Versio Samaritana, oder einfach: Targum Samaritanum) ad fidem. libr. Mss. apud iSfablusianos repertorum ed. et var. lectiones adscripsit H. Petermann (von Levit. ab C. Völlers) Berol. ap. W״ Moeser, 1872 —1891.

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