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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 1 · p. 1

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 1
Article
Samareitikon und Septuaginta
Date
1893-01-01
Page
1 (sequence 1)
Language
German
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Samareitikon und Septuaginta. Yen Rabbiner Dr. S. 'Kohn in Budapest. V011 den beiden in der Ueberschrift genannten Bibel- Übersetzungen ist die eine, was ihren Ursprung und ihr Wesen anbetrifft, in Dunkelheit gehüllt, während die andere eine auf״ fallende Erscheinung zeigt, welche noch immer der Erklärung harrt. Es sei hier der "Versuch gewagt, diese Dunkelheit aufzuhellen und diese räthelkafte Erscheinung zu deuten. Unter den alten griechischen Bibelübersetzungen, welche Origenes in seiner Hexapia nebeneinandergestellt hat, findet sich stellenweise auch eine mit der Bezeichnung: tö Eapapst/uxo'׳. Dass diese Uebersetzung mit dem samaritanisehen, vom massoretischen stark abweichenden Bibeltext Zusammenhang!, besagt schon ihr Name. Sie erscheint auch blos in der Hexapla zum Pentateuch, da die Samaritaner bekanntlich alle übrigen Bücher der Heiligen Schrift zurückgewiesen, folglich auch nicht übersetzt haben. Aber über die Beschaffenheit dieses Zusammenhanges, sowie über die eigentliche Bedeutung dieser Uebersetzung gehen die Ansichten weit auseinander. Das Samareitikon soll bald eine vollständige, bald eine nur fragmentarische Uebersetzung des Pentateuch gewesen sein, die sich von Haus aus auf einzelne Verse, oder gar Verstkeile beschränkt hat. Bald sollte es die directe Wiedergabe des von den Samaritanern recipirten hebräischen Bibeltextes, oder zum mindesten der eigentümlichen Lesearten desselben sein: bald sollten darunter Glossen zur Septuaginta zu verstehen sein, durch welche die griechisch redenden Samaritaner diese jüdische Uebersetzung für sich benutzbar machen wollten; bald wieder ähnliche Glossen zum Samaritanisehen Targum, welche das immer mehr entschwindende Verständniss desselben erleichtern sollten. Endlich aber sollte es nur die Uebersetzung des Symmachus bezeichnen, oder gar — über״ liaupt nicht existirt haben. Za einem endgiltigen Resultate ist man noch nicht gelangt; das Samareitikon und Alles, was damit zusammenhängt, bildet noch immer eine offene Frage 1). f) Vgl. Walto n, Bibi. Polygl. Bd. 1״ Prolegg. XI, 22; Castell us das. Bd. VI, Sect. Y; Wider, Be Versione Pent. Sam. indole etc. p. 7; Kohn, Be Pentat. Sam. etc. p. Geiger, Nachgelassene.Schriften IY. S. 121 flg.; ISTutt, Fragments of a Sam. Targum, p. 115 ff. und die daselbst angeführte ältere Literatur; Pield, Origenis Hexaplar . > . Fragmenta, Prolegg. p. LXXXII flg. und das. I. p. 829 ff. Monatsschrift. 38. Jahrgang. 1

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