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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 1 · p. Seite 53

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1892-01-01
Page
Seite 53 (sequence 5)
Language
German
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Besprechungen und Anzeigen. 53 gewachsen gewesen und hat dadurch eine Leistung zu Stande gebracht, die fast nach keiner Richtung hin den Anforderungen entspricht, die nach dem heutigen Stande der jüdischen Wissenschaft an eine solche Edition gestellt worden müssten. Was zuvörderst den Text angeht, so ist dessen Wiedergabe trotz der wiederholten feierlichen Versicherung des Herausgebers, dass die ״Zettel 80 und nicht anders lauten, als die vorliegende Edition angiebt“!) keineswegs von tadelloser Zuverlässigkeit. Nicht einmal die am Ende facsimilirten Urkunden sind ganz präcis abgedruckt. Denn S. 17 muss das vierte Wort in der zehnten Zeile des hebräischen Textes, wie der Augenschein lehrt und überdies auch Brisch (S. 2, ZI. 8) richtig hat יכול (statt יכיל) lauten, und S. 170 ist zwar in der vorletzte^ Zeile mit Recht die Form מרימעגא in den Text aufgenommen worden, hätte aber nach den für die Edition acceptirten Grundsätzen (Einleitung S. XX f.) in einer Textnote bemerkt werden müssen, dass die Vorlage deutlich וורימעגא aufweist. Ebenso musste nicht weniger als elf1 2) Mal das Unwort העלב in die Textnoten verwiesen und dafür das richtige העלוב, wie wir dieses Beiwort fünfundzwanzig Mal3) in unseren Urkunden richtig geschrieben finden, eingesetzt werden. Berner fehlt S. 67 in der ersten Zeile der Urkunde hinter חתובי das unentbehrliche Wort מטה, ich weiss nicht, ob nur im Abdruck oder auch im Original. S. 87 steht in der zweiten Zeile des Abdrucks ״) בתוseine.Tochter‘*), während in den Text das Wort ״) ביתוsein Haus“) gehört, wie übrigens Brisch in der handschriftlichen Vorlage (8. 12, Zeile 11 von unten) gelesen haben will. S. 92 ist in der vorletzten Zeile der Unterschriften אליעזד gedruckt und übersetzt, während es (nach S. 65. 96. 99. 100, wo derselbe Name begegnet) ohne allen Zweifel אלעזר heissen muss, wie übrigens der Herausgeber auf S. 249, ohne den Fehler zu berichtigen, selbst bezeugt S. 108, ZI. 2 v. u. und S. 111, ZI. 8. v. 0. musste, selbst wenn in der Vorlage וקיומא stehen sollte, das einzig richtige וקיימא in den Text gesetzt werden” das auch anderweitig4) in den Urkunden in richtiger Orthographie gefunden wird. S. 158 muss der Name am Ende der dritten Zeile unter allen Umständen שמעון (und nicht שמשן) lauten, wie Brisch (S. 22), in der Vorlage gelesen hat, und wie der Herausgeber selber hätte erkennen müssen, wenn er nur den in! Tenor der Urkunde (ZI. 7) wiederkehrenden Ausdruck שמעון מן, d. h. ״dieser, der erwähnte Simeon“ richtig zu deuten im Stande gewesen wäre. Das führt uns zu seinen zahlreichen und oft unglaublichen Uehersetz ungssünden. Es hiesse der Geduld des Lesers zu viel 2umnthen, wenn ich sie alle berichtigen wollte. Ich verzichte darum auf Vollständigkeit und führe in bunter Reihe nur dasjenige vor, was mir der Zufall bei nochmaligem Durchblättern des Buches in die Hand führt. Es ist zum Erstaunen, wie der Herausgeber mitunter die einfachsten und landläufigsten Vocabeln. nicht erkannt hat. Das schon erwähnte מן, eine allbekannte Nebenform des chaid. pron. demonstr. inasc., übersetzt er fünf Mal5) regelmässig ״von hier“. In seiner rabbinischen Praxis wird er jetzt bei jeder einzelnen Dotations-Urkunde (כתובה), die er zu verlesen hat, sich gerade ebenso viel Mal davon überzeugen können, dass das ominöse Wörtlein, ״dieser, 1) Binl. s. XXII. 2) S. 32 (;bis) 33. 39. 41. 43. 44. 46 (bis) 48. 50• In der Urkunde [150• 161] hat übrigens S. 46 (ZI. 3 von oben) Brisch (S. 6) im Original העלוב gelesen. 3) S. 18 Ibis) 26. 29 (bis) 30 (bis) 62. 63• 66. 66. 68. 60• 63 (bis) 66. 07 (bis) 68• 70. 71, 74. 78. 79. 81. 4) Man vgl. 2. B. S. 16. 17. 24, S. 96. 147. 148. 168. 161.

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