Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Testament Mardochai Meysels
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 3)
- Language
- German
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Dag Testament Mardocbai Meysels, 27 Worten von diesem ״Freigebigsten der Freigebigen“ erzählt, um sein Buch, das von so viel Elend im Leben unseres Voltes erzählen musste, in den harmonischen Accorden der Freude und des Glückes austönen zu lassen; was übereinstimmend mit ihm der Fortsetzer des ״Emek ha-bacha“ und der Verfasser des ״Seder ha-doroth״ rühmend über Meisel be~ richten: findet seine Tollste urkundliche Bestätigung in zwei Steindenkmälern, die seinen Ruhm in unserer Mitte bis auf den heutigen Tag verkünden: in seinem Grabdenkmal und in dem an der Westwand der Meiseisynagoge eingefügten, bei dem Brande von 1698 leider in seinem oberen!heile zerstörten Denkstein an die Vollendung dieses Gotteshauses. Die Berichte der genannten drei gleichzeitigen Schriftsteiler sind allgemein bekannt; die Grabinschrift ist in Lieben’s Gal Ed (Wo. 7) veröffentlicht; die Gedenktafel in der Meisel- Synagoge aber ist noch nirgends publicirt und kann hier um so mehr ihren Platz finden, als der Zahn der Zeit ihr bereits hart zu gesetzt hat. Der überkünstelte Styl dieser Inschrift mit dem gesuchten Reime ״פת — ist ein unverkennbares Erzeugniss eines Zeitgenossen. Sie beginnt, wie sie aus dem Brande gerettet und in die Westwand wieder eingemauert wurde, mitten in einem Satze, der über die Erbauung der ,׳Hochsy11agogeu berichtete, welche Meisel noch mit seiner ersten Frau Chawa stiftete und lautet folgender Maassen: הי בנה גבוה הכנסת, ומקוה לטהר ופת, ובו המרחץ המכבסת, ומרצפת רחוב נדרסת, והקדש דלים וגוסס, וברב ספרים מאורסת, גם לעיר הקודש ניסת, ולפאונה המיוחסת,1) _ Das Darlehen, an Krakau von 10,000 Gulden, wie es auf dem Grab- (ג stein und im Testamente erwähnt ist, scheint also “bei Abfassung dieser .Inschrift noch nicht erfolgt zu sein