Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 7)
- Language
- German
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12 Zur rabMnischen Sprachu. Alterthumskunde. Esel kaufte, spieLt in Alexandrien, wo griechische Ausdrucke gebräuchlich ־waren. Die bisherigen Ableitangen von אוסקגיתא sind׳ durchweg abenteuerlich. ■— נדידיא שבאשקלון מקצתן בים ומקצתן ביבשה (je1\ Sabbat IV), nach Levy nh WB II ״vom Schaukeln, Hin- und Herbewegen so genannt,“ nach Kohut ,,flüchtig dahineilende Schiffe“ ist wahrscheinlich ein phönizisches Wort, mit אני, vaös, navis zusammenhängend. — כריכי דזוזי (Sabbat 158b) sind nach Baschi die Decken für die auf dem Schiffe verladenen Waaren. Baschi erklärt nach den Besponsen der Gaonirn ausdrücklich, dass זהי im Aramäischen: Schiffe bedeutet. (Ygl. Joel Müller Einleitung in die Besponsen der Gaonen 298). מחצלות העשויות לספינות לכסות פרקמטיא שבתוכן וווי ספינות בלשון ארמי כך מצאתי בתשובות הגאונים. Babbinowicz verzeichnet die Varianten: דרגי und דוור. e. Ckananei liest זוגי und erklärt: מחצלאות הברוכות זוגות זוגות: die paarweise zusammengerollten Decken. Die Erklärung der Gaonim bezieht sich wahrscheinlich auf die La: דוני oder נווי (vgl. jedoch auch Eränkel aram. Fremdw. 92;. — Heber das Seerecht, Schiffsversicherung u. s. w. im Talmud vgl. meine Bemerkungen in Hauser’s ״Zeitschrift für Beichs- und Landesrecht“ 1875, 54. — Nach B. Jochanan bezahlte Jona bei seiner Fahrt nach Ninive nicht blos ,,שכרה“ die Fahrtaxe, sondern den Preis des ganzen Schiffes, den B. Bomanus auf 4000 Golddinare angiebt. (Nedarini 38a). — ln drei Dingen wird nach Beresch. Babba c. 16 Eom durch Griechenland übertroffen:כנימוסין בפינקטון ובלשון, Auch liest בנווסין und die Münchener Handschrift des Ber. Babba: בנאוסין, nach de Lara, Levy und Kohut: durch seine Tempel (veo>c, vao^). Da aber der Satz des Midrasch sich unmittelbar an die Aufzählung der vier Paradiesströme anschliesst, so ist es sehr einleuchtend, mit Musafia bei בוופין an vaö£, navis, die Schifffahrt zu denken. Auch נחשי nauta kommt im Midrasch vor. — Unter den besonderen Gaben, mit denen Gott die Menschen begnadete, wird Ber. B. c. 6 das Yerständniss für die richtige Art und Zeit der Seefahrt (הפרשת הים הגדול) angeführt. Nach Jalkut Psalm c. 19 § 673 dreht sich die Sonne gleich einem Schiffssegel oder gleich einem aus Britannien kommenden, mit 365 Tauen versehenen Schiffe. — In Tosefta Sabini c. 4 ist für הנץ שבספינה wie im Mischna Jadajim הנס der Mastbäum zu lesen. — Dunkel ist אילא דספינתא, (Yarianten: עינא ענין oder ענא Schaf bei Baschi) Nedarim 50a als eine der sagenhaften Quellen der Beichthiimer des B. Akiba angeführt,