Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Sikarikon-Gesetz
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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4 Das Sikarikon-Gesetz. יש בידן ליקה הן קודמין לכל אדם. רבי1) הושיב ב״ד ונמנו שאם שהתה בפני פיקריקון שנים, עשר חדש בל הקודם ליקה וכה אבל נותן לבעלים רביע. 1) J eruscli, ed.Krot. 46b דבי יהושע• על העליונה אם יש בידן ליקה הן קודמין לכל אדם ג האריפין והחכורות והמטלטלין אין בהן משום סיקריקון, היורד משום חוב ומשום אנפרות אין בהם משום סיקריקון ואנפרות עצמה ממתנת לבעלים שנים עשר חדשה׳ שמעו ן בן אלעור אומי לקח מן האשה בכתובתה וחזר ולקח מן האיש מקחוקיים, מן האיש וחור ולקח מן האשה מקחו בטל, אם עשתה לו אשהאחריותבכחובתהמקחו קיים. התקינו שלא יהא פיקריקון ביהודה בד״א בהרוגי המלחמה לפני/־) המלחמה אבל הרוגים שנהרגו מן המלחמה והילך יש בהן משום פיקריקון. .ולפני .1 (2 Wenn ־wir nun diese drei Texte prüfen und mit einander ,vergleichen, so erkennen wir zunächst, dass die Relation des Jeruschalmi in ihrer Bedeutung hinter der der Mischna und Tosefta weit zurück bleibt. Schon die einleitenden Worte tragen vermöge des haggadischen Charakters das Gepräge später Abfassung an der Stirne. Mit denselben einleitenden Worten wird übrigens jer. Ketubot I, 5 auch die Entstehung das sogen, jus primae noctis begründet. Die Belation ist aber auch im ersten Theile nicht ganz genau, wonach es den Anschein hat, als wenn die Giltigkeit des Kaufs eines gewaltsam entrissenen Gutes für Judäa ganz allgemein decretirt worden wäre, während dieser Erlass, wie auch der einschränkende Schlusssatz erklärt, sich doch nur auf die Güter von Getödteten bezog. Nichts desto weniger ist dieser Bericht nicht, wie der Commentar פני, משה meint, eine die Mischna erklärende Memra der jerusalemischen Gemara, sondern ein Citat einer älteren Boraita. Das beweist schon die Sprache, welche nicht die der jerusalemischen Gemara ist. Diese Boraita hat für uns jedenfalls die Bedeutung einer selbständigen, von unserer Tosefta und Mischna unabhängigen Quelle und deren Ungenauigkeit auch mehr formaler und untergeordneter Art ist, die aber im Wesen doch geeignet ist, den anderen Berichten in Einigem als Ergänzung und Bekräftigung zu dienen1). Bei einer Vergleichung der oben verzeichneten Mischna und Tosefta müssen wir uns für die Priorität der Tosefta entscheiden. Der Verfasser der Mischna lebte offenbar in einer Zeit, welche von den im Kriege Getödteten (הלוגי מלחמה) und von der praktischen Wichtig erscheint uns auch eine erklärende Bemerkung des Jerusch, zu dieser Boraita, welche lautet: ודןרוגים..שלפני המלחמה לא כלאחר מלחמה חן? תפתר שבא סיקרקון וגזל וחמב לא הס&ייר, לכתוב תרפו עד שיבוא. םיקרקון לכל .העולם שלא תחא חלכה למחצה