Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Buber's Tanchuma [Rezension]
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 2)
- Language
- German
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36 Buber'S Tanchuma. entdeckt worden, aber ohne Bnber besäßen wir jetzt weder die Pesikta noch den Tanchuma! Als die Pesikta erschien, schrieb Geiger an der gedachten Stelle: ״Es fehlte (nach der Reconstruktion der Pesikta in den G.V.) weiter nichts, als daß Handschriften dieses Midrasch aufgefunden werden und eine gute Ausgabe danach veranstaltet averde" und weiter S. 193: ״Neue fördernde Belehrung kann uns die Pesikta nicht eröffnen, da sie fast vollständig in spätere Midraschim übergegangen, und so ihr Inhalt, soweit er Beachlenswerthes enthält, schon genügend benutzt ist". Nun, wir wissen jetzt, daß durch die Pesikta der ganzen Midraschforschung in sehr weitem Maaße ״fördernde Belehrung" zuTheil geworden wir wissen auch, daß sehr, sehr viel dazu gehörte, um eine Ausgäbe der Pesikta zu veranstalten, wie sie Buber geliefert hat. — Eine nicht minder großartige Leistung wird der Tanchuma sein, der jetzt zum ersten Male veröffenticht wird. Es sind zu dieser Edition nicht weniger als 9 Handschriften benutzt worden, von denen auch diejenigen, die den bisherigen Tanchuma darbieten, größere oder geringere Zusätze, aus dem alten Tanch. enthalten. Die Einleitung zu diesem Werke') — geschrieben mit all der Gelehrsamkeit und Sachkenntniß, die dem Herausgeber zu Gebote stehen — umfaßt in Kapitel 2—4 die weitgehenden Resultate, die Buber durch seine auf solches Quellenmaterial gegründete und nüt der genauesten Benutzung besonders aller Aruch- und Jalkutcitate geführte Untersuchung über die Tanchumafraqe gewonnen hat. Finden die hier niedergelegten Ansichten des Verf. durch das Werk selbst ihre volle Bestätigung, so haben wir in diesem (Buber'schen) Tanchuma nicht nur einen völlig neuen Midrasch, von dem der Tanchuma, den wir bisher ') Durch dis Güte des Herrn Buber ist uns ein großer Theil dieser Einleitung schon jetzt zugegangen.