Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Elia Delmedigo's: Bechinat ha-dath und Ibn Roschd's: Facl ul-maqal
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 5)
- Language
- German
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32 Elia Delmedigv's: Bechinath ha—dath, an mich glauben; er will sagen : durch welchen Weg immer es sich trifft von den drei Wegen des Glaubens. Was die Dinge betrifft, welche wegen ihrer Dunkelheit blos durch die Demonstration gewußt werden, so hat Gott den Menschen» für die der Weg zur Demonstration verschlossen ist, gnädige Nachsicht erwiesen, daß er für sie Bilder und Gleichnisse ausprägt» und sie zum Fürwahrhalten vermittelst dieser Gleichniffe beruft, da. bei diesen Gleichnissen ein Fürwahrhalten durch die Allen gemeinschaftlichen Beweisführungen eintreten kann, nämlich die dialektischen und rhetorischen. Dies ist der Grund, warum das rel. Gesetz in Aeußeres und Inneres zerfällt. Das Aeußere besteht in jenen Gleichnissen, die zum Ausdrucke jener Ideen ausgeprägt werden, das Innere sind jene Ideen, welche nur den Leuten der Demonstration enthüllt werden. . . . Wenn es sich trifft» wie wir gesagt haben, daß wir die Sache an sich selbst durch die drei Methoden kennen, so brauchen wir dafür kein Gleichniß auszuprägen und es darf auf ihren äußeren Wortlaut keine Interpretation sich heranwagen. Gehört dieses äußerliche zu den Prinzipien, so ist der, welcher eine Interpretation versucht, ein Ungläubiger, wie z. B. der, welcher glaubt, daß es keine Seligkeit und Unseligkeit des Jenseits gebe, und daß bei dieser Lehre nur ׳die Absicht obwaltete, die Menschen abzuhalten, sich einander in ihren Körpern und Sinnen zu schädigen, daß sie nur ein Kunstgriff sei, und daß es für den Menschen keinen andern Zweck als seine sinnliche Existenz gebe. — Wenn dieses feststeht, so erhellt aus unserer Rede, daß es ein Aeußeres in der Religion giebt, das nicht interpretirt werden darf: denn die Interpretation desselben in prinzipiellen Dingen ist Unglauben und in davon abgeleiteten eine Neuerung." Wir haben diese Stelle ihrer vollen Ausdehnung nach mitgetheilt, weil sie die klare Besprechung jener Klasse von Gefetzesstellen enthält, die unser zuletzt angeführter hebr. Text im