Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 11)
- Language
- German
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16 Die Agadä der Tannaiten. aus diesem Verse, wird es dem als Verdienst angerechnet, der ein Geldstück verliert, das von einem Armen gefunden und zu seiner Erhaltung benutzt wird. ') Aber auch aus das göttliche Strafgericht weist Eleasar b. Armrja eindringlich hin. — Das Verstummen der Brüder Joses's, als ihnen Josef ihre Schuld in's Gewissen rief (Gen. 45, 3) giebt ihm den Anlaß auszurufen: Wehe uns ob des Gerichtstages, wehe uns ob des Tages der Rechenschaft! Wenn schon vor Josef, der nur Fleisch und Blut war, seine Brüder nicht Stand hielten, als er sie zur Rechenschaft zog, wie werden dereinst die Menschen vor dem Heiligen, gepriesen sei er, bestehen, der Richter und Ankläger zugleich ist und auf dem Thron des Rechtes sitzend, einen Jeden richtet *). Die religiöse That ist nach Elea2ar b. Ä2arja die Wurzel des Lebens, das religiöse Wissen entspricht den Zweigen des Baumes. Dem Baum, der eine geringe Wurzel und reiches Gezweige hat und daher leicht vom Winde ausgerissen und umgeworfen wird, gleicht der, dessen Wissen sein Thun überwiegt; bei wem hingegen das Thun überwiegt, der gleicht dem Baum von starker Wurzel nnd wenigen Zweigen, den alle Stürme der ') Sisrs z. St. (8 283), anders ausgedrückt in Sisrä zu 5,17 <27 a), wo das Kai—wechomer fehlt, aber die Worte קבע הכתוב ברכה למי שבא לידו מצוה בלא ידיעה an die im Sisrs zu 23.8 stehenden: קבע לחבש המקוכש שכר erinnert. In Tos. Pea 8, 8 wird nach einer Erzählung von einem Frommen, der seinen Sohn ein Opfer bringen ließ, als er eine Garbe auf dem Felde vergessen hatte und damit das einzige unwistentlich zu erfüllende Gebot ausübte, Deut. 24,19 citirt und dazu anonym bemerkt קבע לו הכתוב ברכה, worauf die Schlußfolgerung, ganz wie in Sifrs zu 23, 8 und 24, 19. ף Gen. r. c. 93 Ende; verschieden tradirt im handschristlichsn Tanchuma bei Jellinek, Beth Hamm. VI,98 (ר׳אלעזר ב״ר שמעו, בשכב ר״א בן עזריה), im gedruckten Tan chuma ist Jochanan als Autor genannt (ויגש Ende), IM Jalknt z. St. (8 tS2) Simon b. Elearar. Im bab. Talmud, Chag. ab lesen wir, daß Elearar, der Amora, geweint habe, wenn er Gen. 45, 3 las; denn er sagte ומה תוכחה של בשר ודבש כך תוכחה של הק״בה עא״כו. - S. auch unten, Cap. XII, Abschn. 6.