Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der legitime Ursprung der Hohenpriesterwürde der Makkabäer
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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; 2 Der legitime Ursprung der Hohenpriesterwürde der Makkabäer. denn es lebte damals noch ein Sohn Omas' III, also ein Ahronide in direkter Linie. Diese Thatsäche ist von diesem Helden befremdend. Juda Makkabi wird von dem ersten Makkabäerbuche als Muster gesetzlicher Gewissenhaftigkeit geschildert, der in allen Lagen die Vorschrift des Pentateuchs zur Richtschnur seiner Handlungen genommen habe. Diese Quelle erzählt, daß Juda vor dem Beginn des Treffens bedrängt von drei syrischen Feldherren, bei Emmaus seine Schaar in Mizpas versammelt, einen Fasttag angefetzt, die Nasiräer vorgeführt, welche ihr Gelübde in Folge der Tempelentweihung nicht lösen konnten, Anführer über Tausend, Hundert. Fünfzig und Zehn designirt habe, Alles nach der Vorschrift des Pentateuchs. Ferner Habs er, streng nach der Vorschrift des Gesetzes, vor der Schlacht ausrufen lassen, daß diejenigen, welche jüngst ein Haus gebaut oder einen Weinberg gepflanzt oder eine Frau heimgeführt und die Furchtsamen das Lager verlassen sollten. Die Quelle fügt hinzu *am röv vö/xov (Makkab. 1,3, 46-57) 1). Wenn Juda Makkabi so streng gesetzlich verfuhr, so hätte er sich nicht die Hohepriesterwürde aneignen dürfen. Ehrgeiz war dieser großen Seele gewiß fremd. Aber gesetzt auch, er hätte sich über den tausendjährigen Brauch hinwegsetzen wollen, wie hat es seine Umge bung geduldet? In seinem Lager waren Assidäer und Gesetzeslehrer, welche über die strenge Beobachtung der Gesetze und der Ueberlieferung eifersüchtig gewacht haben. Wie haben diese die Anmaßung der Hohenpriesterwürde durch einen einfachen Priester (כהן הדיוט) ohne Widerspruch zugegeben? Diese ') Vielleicht wird noch der Umstand besonders hervorgehoben, die Versammlung habe deßwegen in Mizpa stattgefunden, weil dieses schon früher ein Ort des Gebetes gewesen: ow rönog vrjg 7t(>0(fevx?js slg Maff0rj(pd to tcqozsqov vw um allzuzeigen, daß alles gesetzlich und nach altem Brauche geschehen sei.