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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-01-01 · Heft 1 (Januar 1881) · p. Seite 44

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 1 (Januar 1881)
Article
Über yisa
Date
1881-01-01
Page
Seite 44 (sequence 7)
Language
German
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44 Hebet עיסה. bitug [)innellto. Daß biet'e-3 im klaren Bewußtsein der Gegensäße dreier beiden Versionen geschah, ist unzweifelhaft: aber es konnle nur enlweder aus großer Skruvulosuät geschehen, weil N. Jehuda hanassi ,'ich eine Entscheidung über die beiden Versionen nicht zumuthele, oder auch, ivas wahrscheinlicher ist, weil er die ältere Version für die historisch richtige hielt, weshalb er in seiner Wahrheitsliebe daran nicht andern mochte, dagegen die zweite Version für die halachiich richtige nach seiner eigenen Meinung ansah, weshalb er diese ebenfalls anschloß. Daß die persönliche Anstcht des Rabbi Jehuda hanassi mit der zweiten Version übereinstimmte, werden wir noch im weiteren Verlaus unserer Abhandlung erfahren. Es tritt uns hierbei eine eigenthmuliche Erscheinung entgegen, daß das Geltungsgebiet dieser beiden Versionen sich nach zwei verschiedenen Ländern sondert. In Palästina galt die zweite erleichternde Version, wonach die Issah selbst für rein gehalten wird. Die Tosest« und die fernsalemische Gemara haben daher überall עיסה. In den Euphratländern hingegen galt die strengere Version, wonach nur die Jssahwitlme aber nicht die Issah selbst für rein zu halten ist. Die babylonische Gemara hat daher nur י אלמנת עיסה). Diese Verschiedenheit ist in den differirenden historischen rrnd localen Verhältnissen begründet, wie wir weiter sehen werden. Doch vorerst müssen wir uns der Aufgabe unterziehen, das vielfach mißdeutete Wort עיסה zu erklären. *) In der babylonischen Gemara gehen die ^»sichte» vielfach so weil, selbst eine Iffahivittwe, gegen die Mischna, für unrein zu halten, vergl. iiidduschin 75 a. Aber in den Euphratländcrn haben Issoth, wie wir diese Bezeichnung weiter hiflorisch finden werden, gar nicht oder doch nicht in gleichem Maße cxislirt. Deshalb, wie wir sehen werden, die strengere Anstcht. In Äethuboth H a halten wir uns an die überlieferte Lesart gegen Rabbenu Tam in Tostaphot Schlw. הייה. Die Gründe werden sich weiter ergeben.

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