Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1880)
- Article
- Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 7)
- Language
- German
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Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchentunde. ׳!I N. Bannaah srägt sie nun: ״hat euer Vater Ländereien hinter« lassen?'' ״Ja!" ״Hat er euch Vieh hinterlassen?" ״Ja!" ״Hat er euch kostbare Gewänder hinterlassen?" ״Ja"! Nun! dann hat er dieses mit den drei Kästchen gemeint." Die Abweichun!,, die im Fehlen eines vierten mit Kohle gefüllte» Kästchens besteht, beruht gerade auf die jüdische Anschauung, die die Kohle nicht mit unter die Metalle zählte, und beweist hierdurch den durchaus volksthümlichen Character dieser Erzählung, die erst aus dem Bolksnumd in den Talmud gelangt war. B. Eine weitere Reihe von Erzählungen, die ein Kästchen und dessen Inhalt einerseits und den Scharfsinu des Ueberbringers andererseits behandeln, theilt Bensey a. a. O> pag. 408 ff, mit. Wir greisen die zweite ans Cukasaptati geschöpfte Erzählung heraus, da sie in der Entwickelung der von uns beizubringenden Parallele am meisten entspricht. ״In der Stadt Saneravati war ei» König Somila, dessen Minister, mit Name» Sutzila, einen Sohn Nanrens Vishnu hätte, welcher von dem Könige zu einer Gesandtschaft w egen Kriegs und Friedens verwendet ward. Er fiel aber in Ungnade bei den» Könige und verlor seine Stelle, aber, obgleich arm, blieb er voll Selbstbewußtfein und Stolz, weshalb der König nicht einmal mit ihm sprach. Einst sagte der Minister zu dem Könige: ״Mein Sohn liebt den König, ist wohlgesinnt und der Staatsgeschäfte kundig, deßhalb bitte ich, ihn zu einer G e s a n d t s ch a s t z u v e r m e nd e n." Der König, welcher anderer Meinung war, t h a t Asche in eine Büchse, siegelte sie zu und sagte zu dem Sohne des Ministers : ״Händige dieses Geschenk dem K ö - n i g e von Anga ein!" Als Vishnn kam und die Büchse ge-