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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-01-01 · Heft 1 (Januar 1880) · p. Seite 37

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 1 (Januar 1880)
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1880-01-01
Page
Seite 37 (sequence 3)
Language
German
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Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchentunde. 37 Dimna, die ״Mischle Sendabar," die, wie sich jetzt nach der Ausgäbe der syrischen Uebersetzung von Baethgen <״Sindba», Lpzg. 1878") heraus stellt, wahrscheinlich aus denr Arabischen übersetzt und nicht als die Quelle des griechischen Syntipas anzusehen ist, wie es noch Seitgelmann : (das Buch der sieben weisen Meister. 1842 S. 19) annahin, aber nichtsdestoweniger Quelle aller übrigen oecidentalischen Bearbeitungen geworden ist. Bgl. Nöldeke'S Neeension der oben erwähnten Schrift von Baethgen, Z. D. M. G. XXXIII, S. 013 ff. Abgesehen nun von diesen durch Uebersetzungen bekannten Werken, wobei auch noch auf Jbn Chisdai's Prinz und Derwisch (Barlaan> und Josaphat) hinzuweisen ist, die am besten Zeugniß ablegen, für die Wechselwirkung, in welcher die jüdische Literatur zu der anderer Völker stand — begegnen wir in der specifisch hebräischen Original-Literatur, die sich also als unabhängig von jeder fremden ankündigt, einer großen Menge Sagen, Märchen und Erzählungen, die gleichsam die jüdische Volksliteratur repräsentiren. Dieser sind nun die folgenden Untersuchungen gewidmet, die, wie der Titel derselben lehrt, weit entfernt etwas Abgeschloffenes liefern zu wollen oder zu köniren, nur auf den Namen ״Beiträge" Anspruch niachen. Ich bezwecke auch nur hier den Zusammenhang nachzuweisen, in welchein dies« jüdische Volksliteratur mit der anderer Völker stand, und habe es aber unterlasseti, irgendwo die Priorität betonen zu wollen. Der Charakter dieser Erzählungen schließt den Beweis der absoluten Priorität aus, nur relativ könnte eine solche bezeichnet werden, die sich dann auch nur auf die schriftliche Aufzeichnung derselben beschränken müßte. Die Erzählungen, Sagen, Märchen leben lange vorher im Volke, ehe sie ausgezeichnet werden, und wandern oft niündlich von Volk zu Volk, ohne viel an ihren» ursprünglichen Charakter Einbuße zu erleiden. Wohl behandelt sie jedes Volk subjectiv

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