Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1880)
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 10)
- Language
- German
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Die Fabel in Talmud und Midrasch. 33 von langer Hand vorbereitet gewesen ist, das bezeugt sowohl das ובירי לטסרם לסלמון, als auch die nach dem Eintreffen der ersten Antwort N. Eleasars zum zweitenmale hingesandte Klage und Frage Mar llkba's. Das Todesschwert schwebte also eine längere Zeit über Gneba's Haupt, ehe es auf daffelbe Herabsiel. Und während dieser Zeit mag der dem Tode entgegensehende Gneba jene ernste Betrachtung über die Vergänglichkeit und Nichtigkeit alles irdischen Strebens und aller weltlichen Genüsse angestellt habeil, die ihn zu der obigen Fabel angeregt hat. In den! Weinberg seiner Fabel mag eine Anspielung liegen auf den vielen Wein, den er, vielleicht von Weingärten in Nahar Pckod, besaß und vor seinem Tode an Nabbi Abina verschenkte'). So hätte der später Hingerichtete Gneba diese Fabel vor seinem Tode ebenso aus seinem Leben gedichtet, wie der später Hingerichtete Nabbi Akiba vor seinem Tode die vor i g e Fabel aus f einem Leben gedichtet oder u m gedichtet hat. Demselben Jahrhundert gehört an die Fabel: ') Eine» argen Schnitzer macht hierin Iuchasin. Unter dem Buchstaden א schreibt er: ר‘ אבינא פחמרא דנהר פניא נ״א פקוד שנתן לו גניכא ד מאוח זוז . . . Cr fafitc also פחמרא דנהר פניא oder פקוד als Ortsbezeichnung für R. Abina ans. הפרא soll also hier ein Ort, und nicht, ״Wein" heißen. Das ist aber gegen beide Talmud«. Babii Gittin, t>6 a. heißt es: חפרא לא קאפו־ דפי חמרא לא קאפר מחמרא קאפר ואידך בירומרא כדי לייפוח אה כדווי. Vergleiche Raschi zur Stelle. Jerushalmi a. a. O. aber heißt cs: כהדא גניבה אתאפק לפקטלא אפר יבון לרבי אכונאזוזי פן ח מ ר א דכפר פנייא, was gar nicht mißzuvcrstchen ist. Iuchasin ließ sich von der bloßen zweideutigen Wortfolge im babylonischen Talmud irreführcn und übersah die daselbst an diese Erzählung geknüvfte Diskussion. ארבע מאה זוזי לרבי אבינא פחפרא מהר פניא hat denselben Sinn wie Babli, Kethuboth 54 b: ארבע מאה זוזי מן הפרא לכרח. Nachdem dies bereits gesetzt war. fand ich diese Rüge in Seder Hadoroth. Jedoch erwähnt er nicht den Jeruschalmi, woraus der Hauptbeweis gegen Iuchasin geliefert ist. Se««t>, XXIX. U b