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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-01-01 · Heft 1 (Januar 1880) · p. Seite 32

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 1 (Januar 1880)
Article
Die Fabel in Talmud und Midrasch
Date
1880-01-01
Page
Seite 32 (sequence 9)
Language
German
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32 Die Jabel in Talmud und Midrasch. das. 48 a. Nun wirft sich uns die Frage auf, unter welch e r Regie r u n g und westhalb wurde Gneba hingerichtet? und wir glauben, hierüber das Nichtige herarlsgefunden zu haden. Als jüngerer Zeitgenosse Rab'S (st. 247), den er um viele Jahre überlebte '1, erlebte Gneba die Zerstörung Nahardea's (2-70) durch Papa bar Nazar-Odenath. Daß er durch diesen hiinzcrichlet worden sein sollte, dagegen spricht schon die g a n z e Fassung des ersten Berichtes, als auch der Umstand, das; er in diesein Falle, bei dem Charakter Odenaths und der ganzen Art und Weise seines Auftretens, keinesfalls über sein Bermögen hätte letztwillig verstigen können. Ferner geht aus vielen Talmndstelle», wo Gneba erwähnt wird, mit groster Wahrscheinlichkeit hervor, das; er auch Papa bar Nazar -Odenath (st. 207) überlebt hat. Der Sachverhalt scheint vielinehr folgender gewesen zu sein. Gneba mns; dem siegreich vorgedrungenen Odenath—Papa bar Nazar freundlich entgcgengekommen sein, oder ihn gar ans irgend eine Weise unterstützt haben, um vielleicht von ihm Schonung für sein Leben und Vermögen zu erlangen, und wegen dieses politischen Vergehens liest ihn später Snpor I. hinrichte»1). Denn, dast die Verhaftung und Hinrichtunq keinesfalls plötzlich und unerwartet gekommen, sondern ') Gitlin, .11 b jaflt Gneba;11;){. Huna und N. Chasda: 271' אבר 21 רב ח נ ן ב ר ר ב א אבר, das. »2 a sagt er zu ihnen : 2 הכי אפר ר י ה ור ה אבר רב , Chnlin אבר גניבא א״ר א ס י ,.!0!־. Auch der Umstand, das; Mar Ukba die Frage an R. E l i e s e r schickte, läßt errathcn, das; Rabbi Eleasär den Padat damals schon nach Palästina ausgemandert und daselbst bereits zu hohem Ansehen gelangt war, was erst lange nach dem Tode Nab's mar. ') Was unsere Vcrmnthnng unterstützt. ist, daß Gneba aus Nahardea gewesen zu sein scheint. Dafür spricht crstcns die Leseart des Alfassi: בחברא רנהר פקוד, die auch Jnchasin hat. Nahar Pckod war wahrscheinlick in der Nähe Nahardea's. Pgl. Grätz, Gesch. d. I.. B. 4, S. 203. Ferner lesen wir Chulin üü l,: אמר רכי חייא בר אבא ^דידי ביפרי^א ד׳ מיניה דגניכא אפברא דגהרדעא.

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