Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1880)
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Fabel in Talmud und Midrasch. 27 1ודושי סוסו דארכבך »״, welche lautet: אם כך למכעיסיז קו״ח לעושי חגונו bekommen wir an einer anderen Stelle bei einer andern Gelegenheit aus dem Munde Nabbi Akiba's wörtlich wiederzuhören. Talmud Babli, Ende Makkoth, wird erzählt: Nabbarl Gamaliel, Rabbi Eleasar den Asarjah und Nabbi Josua weinten, als sie einst die stolz frohlockenden Jubelstimmen der feindlichen Schaaren vernahmen, während Nabbi Akiba lachte. Auf ihre Frage, warum er lache? die Gegenfrage stellend, warum sie weinen? erhält er zur Antwort: 'הללו משיים שטשחחוים לעצמי ושקטרים לאלילים משכין כטח והשקט ואגו כיח הרום רגלי אלהיני שרוף באש ולא נבכה■ Und darauf erwiedert Rabbi Akiba: ״Darunr lache ich/' ושה לעוברי רצונו כך לעושי רצינו על אהח כשה וכשה So sehen wir, wie Nabbi Akiba hier die e r st e und für Pappos die zweite Antwort von Ios 6 ben Joeser sich geholt hat. Rabbi Akiba hätte also eigentlich nur der danlals schon 300 Jahre alten Antwort des Jos« ben Joeser das gefällige Fabelkleid umgehüllt. Ich glaube aber, daß Nabbi Akiba auch die vorgebrachte Fabel schon anderswo vorgesunden hätte, die er hier nur zu seinem Zwecke änderte und sehr geschickt anwendete. In der von Fausböll l 875 begonnenen Gesammtausgabe der buddhistischen Dschatakas ') findet sich Dschatakabuch, S. 221 ff., 's Titel: The Jätaka together with its conmieutäry; beiug tnloa of the anterior births of Gotama Buddha. For the first time publmhed in the original Bali by V. Fausböll, and tranalated by R. C. Childers. Teit. Vol. I. Part I. London 1875. Theodor Bensey hat cs schon in seiner Einleitung zu seiner Ucbersehung des indischen Fabelwerlcs Pantschatantra (Leipzig 1859) festgcstellt, daß dieses Buch aus ein verlorenes buddhistisches Werk zurückging, in welchem ״unter der Hülle von Thierfabeln gelehrt wurde» wie sich Fürsten bei der Regierung ihrer Staaten zu benehmen haben." Dieses Grundwert wurde, wie Benfemeint, im sechsten Jahrhundert n. Chr. ins Pehiwi,