Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 1 · p. Seite 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 1
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 18 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829500-2829502-2844314--17884-2844336
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

18 Die Religion-:׳Philosophie de» Avraham ibu Daud aus Toledo. wir zu dem noch allgemeineren Begriff der Qualität aus, der sich nicht nur auf die Farbe, sondern auch auf den Geruch, den Geschmack u. s. w. erstreckt. Hier aber muffen mir stehen bleiben; Venn obzwar der Begriff des Accidenz noch allgemeiner und umfassender ist als der der Qualität, so kann er doch nicht als Kategorie bezeichnet werden, weil er nicht i» derselben unterschiedsloseir Weise von aüen ihm untergeordneten Begriffen vrädicirt werden kann, was ja gerade das wesentliche Merkmal einer Kategorie sein soll. Die neun accidentiellen Kategorieen des Aristoteles kaffen sich nämlich in Ansehung des Grades ihrer Accidenzialität, resp. ihrer Realität, in drei verschiedene Gruppen theilen. Quantität, Qualität und Lage haben die verhälrnißmäßig größte Realität, venu sie können an den Körpern, deren Accidenzien sind, sinnlich wahrgenommen werden; die Kategorieen: Relation, Wo und Wann hingegen sind von schwächster Realität, weil für unsere Sinne völlig unwahrnehmbar * *); zwilchen diesen beiden Gruppen in der Mitte aber stehen die Kategorieen: Haben, Wirken und Leiden. Die Besprechung der einzelnen Kategorieen, die sonst nichts Bemerkenswerthes bietet*), giebt A. b. D. noch einmal Veranlassung, sich polemi- ') Auch Aristoteles bezeichnet dis Relation als diejenige unter den Kategorieen, welcher der geringste Grad von Realität zukomme. Metaph. XIV, l. 1033, a. 22. ro de 7zo6g zz Ttävzmv ljxzava </ rcrtc zzc »s ovaza zl'j 1׳ xac^yoQzmv eczz xui baztoa zou rzozov xui!zoaov. *) Die Relation wird von A. b. D. folgendermaßen erklärt S. 6 Text: ההצטרפות והוא יחס בין שני דברים^ב ם בעצמם יאמר בל אהד מהם בהקש ״ אל חבירוTie Relation ist das in dem Wesen zweier Dinge begründete Derhältniß zu einander, in Folge deffen jedes der beiden Dinge in Beziehung zu dein anderen gesetzt wird". Der Herausgeber schlägt, weil er die Stelle nicht verstanden hat, vor, kür בם בעצמם lieber: לא בעצמם zu lesen. Nach Aristoteles (Kateg. Cap. 7, 3. a. 31: e’azz ■zu TTQÖg tz, ocg to eivm zaicüv i<rct 1J! ,roög n, 7zv>; e%etvj gehört die gegemeitige Beziehung der Dinge zu einander iedoch zum Wesen des Relativen. Es ist vielleicht zu lesen: .והוא יחם בין שני דבו־ים בעצמם בם יאמר זכו׳. Tie miteinanver in Relation stehenden Dinge tonnen an

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.