Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829500-2829502-2844314--17883-2844335- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Dauv aus Toledo. 17 Erörterung des Substanzbegriffs bis zur Darstellung der Lehre von Form und Stoff verschiebend, geht A. b. D. nunmehr zur Besprechung der anderen aristotelischen Kategorieen über. Man versteht nämlich unter Kategorieen die von den Philosophen anfgefundenen allgemeinsten Begriffe, unter welche die Einzeldinge subsummirt werden können, und zwar so, daß diese Begriffe aus alle Einzeldinge in derselben Weise, und nicht aus das eine mehr, auf das andere weniger Anwendung finden. Alle Kategorieen, mit Ausnahme der Kategorie der Substanz, kommen miteinander in dem Begriff des Accidenz überein und bezeichnen diejenigen Verhältnisse, ivetche bei allen Dingen ohne Unterschied und in demselben Maaße vorhanden sind. Solcher allgemeinster Verhältnisse sind von den Philosophen neun aufgefunden worden. Der Weg, wie mau zur Auffindung Vieser Kategorieen gelangt sei, wird von A. b. D. in folgender Weise beschrieben. Gehen wir z. B. von der weißen Farbe dieses bestimmten Stück Papieres aus, so gelangen wir zunächst, tuen» wir diese Vorstellung zu verallgemeinern suchen, zur weißen Farbe überhaupt, als zu demjenigen Begriffe, der mit der Weiße dieses Papiers auch die Weiße aller anderen weißen Stoffe, des Reifs, des Schnees u. s. w. mitumfaßt. Die weiße Farbe wieder wird unter den höheren Begriff der Farbe überhaupt subsumirt, die neben der Weiße auch die Schwärze, die Nöthe u. s. w. in sich schließt. Von dem Begriff der Farbe steigen den. Munt (Melanges E. itO'1 stellt einen; oireftett Einfluß Plotin's auf Gsbirol in Abrede, da Plotin's Zchristen niemals in's Arabische übersetzt worden seien. Die hier kritisirte Ansicht Gebirol'S lautet in der lateinischen Uebecsetzung folgendermaßen: »Et exitus animae ab inteUigentia sieut virtufe a re t'orti noa est prohibens. quin aninia 3it substantia, quia res defluxa a substautia est substantia in 3e ipsa, et 3i sit accidens, ideo quod defluxa est ab alia substantia*. Munk Melanges (Auszug aus der lateiniidien Hebers. des Mekor Chajim) S. 271, vgl. das. S. 10ö. «»aes, M»a-wtchrU> IXVH. 1. 2