Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 10)
- Language
- German
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Recensionen. 47 Ansichten den Angriffen ausgesetzt, die man ihm längst vorausgesagt hatte, Habest sidi!" Opperts Anklage gegen Schräder steigert sich, und er hebt dessen unglücklichen Ausspruch hervor: ״״Die chronologischen Aufriffe des Herodot und der Hebräer sind zerschellt (! Opperts Ausrufungszeichen) an den zwei-, drei-, vierfach controlirten Regentencanones und Eponymenlisten der assyrischen Thontafeln"". ״Was haben denn in aller Welt die ״Thontafeln", die zerschellen machen sollen, mit dem Herodot zu thun, der doch durch andere Inschriften in glänzender Weise bestätigt wird?" So interpellirt Oppert seinen Clienten, um den Richtern den Beweis von der Abnormität seines Clienten zu liefern. ״Nicht alle Keilinschriften sind ״Thontafeln", und Schr. war nicht, wie es dem Ref. vergönnt war, nach Herodot und mit demselben in der Hand auf den Ruinen von Babylon". — ״Diese (die Chronologie der Hebräer) sind gerade nach assyrischen Quellen der Wahrheit gemäßer als Dunckers, der Schr. Verirrung vulgarisirt hat" (S. 1381). — ״Vielleicht wird nichts ״z e rschellt", es sei denn die Schrader'sche Auffassung der Regentencanones, die als fortlaufend pvstulirt werden, während sie eine Unterbrechung von 46 Jahren enthalten" (S. 1382). ״Der Kritiker (Gutsch.) hat nun Recht, wenn er den sögenannten Eponymenturnus (Schräders Steckenpferd) leugnet, die unsinnige Identification Phuls mit Tiglat-Pileser abweist" . . . (S. 1384). ״Wider diese von Gutschmid gegen die Schräder'- scheu Ansichten geltend gemachten Gründe läßt sich allerdings gar nichts einwenden, und er hat Recht gehabt, sich gegen sie mit allem Nachdruck zu erheben". (S. 1385). Hoffentlich wird sich die Schrader'sche Schule diese Abfertigung von dem Großmeister gesagt sein lassen; denn sie kann gegen ihn nicht die Winkelzüge gebrauchen, die sie den Laien auf