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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 1 · p. Seite 19

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 1
Article
Ezechiel Landau's Gesuch an Maria Theresia gegen Jonathan Eibeschütz
Date
1877-01-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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gegen Jonathan Eibeschütz. 1» Eibeschütz aus inbegriffenen Ursachen mit seinem Gnadengesuch abzuweisen". Die Gründe, welche Landau geltend macht, sind eben so viel Anklagen gegen ihn. Mehrere Mal beschuldigt er ihn eines ״üblen Lebenslaufes". Eine bis jetzt unbekannte Thatsache hebt Landau hervor, daß Eibeschütz wegen seines üblen Lebenslaufesin Metz nicht geduldet wurde, und daß er seine Wahl als Rabbiner der drei Gemeinden, Hamburg - Altona - Wandsbek, mtc vermöge ״seiner a ngeborenen L i st und Witzigkeit" dnrchgesetzt babe. Als Hauptgrund gegen Eibeschütz' Begnadigung macht Landau geltend, daß er ״die falsche Lehre der Pseudmessiasse Sabbata's Zevi und Bernchja erneuert h a t". Neu ist auch das Factum, welches Landau hervorhebt, daß Eibeschütz nicht bloß von den Rabbinen von Frankfilrt a/M. (Josua Falk), von Amsterdam (Arje Leb Heschels), von Metz (Samuel Heilmanu) in den großen Bann gethan worden ist, sondern auch ״von allen Groß-Rabbinen von Italien". Die Bannsentenzen aller dieser Rabbinen sollten der Eingabe als Belagstücke beigegeben werden. Als persönlichen Grund macht Landau in seinem Gesuch das Moment geltend, daß er mit dem, mit dem großen Bann belegten Supplikanten (Eib es ch ütz) nicht in einer Stadt werde wohnen" können, und daß in Folge dessen ein fortwährender Streit und eine Unruhe entstehen würde, und in der Jud e nsch af t eine große Uneinigkeit zu b efü r chten" wäre. Alle diese Anklagen schleudert der Oberrabbiner von Prag gegen ihn in einem officiellen Gesuche, er, der ihm früher das Wort geredet hatte. Wenn es noch eines Beweises für Eibeschütz' Verworfenheit bedürfte, so liefert ihn dieses Aktenstück. 2»

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