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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 1 · p. Seite 12

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 1
Article
Das Sendschreiben der Palästinenser an die ägyptisch-judäischen Gemeinden wegen der Feier der Tempelweihe
Date
1877-01-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 Das Sendschreiben; ׳ iftineufer an die ügyptisch-jndäischen sein. Aber selbst wenn sie ebenfalls dem Jahre 170 angehört, so können doch die Jerusalemer es als 169te gezählt haben. Denn das Sendschreiben enthält die Aufforderung, die Tempelweihe zu feiern (vgl. weiter unten). Da diese im Monat Kislew begangen wurde, so muß die Einladung dazu früher ergangen sein, jedenfalls zwischen Oktober und December. Die Syrer zählten mit dem October den Jahresbeginn 170; für die Judäer dagegen, bei welchen das bürgerliche Jahr mit dem Nissan begann (wie aus Stellen im I. Makkabb. erhellt) galt dasselbe Jahr das ganze Wintersemester hindurch noch als das 169te. Die Jerusalemer konnten also schreiben, daß sie int Jahre 109 Sei. die Freiheit erlangt haben. Dieses Jahr der Befreiung vom Joche galt so sehr als epochemachend, daß ein alexandrinisch-jüdischer Schriftsteller, Eupolemos, es als Abschluß einer chronologischen Berechnung aufstellte. Auch ein anderer Schriftsteller aus Alexandrien, Demetrios, scheint dasselbe Jahr als Abschluß berechnet zu haben. Es ist nicht zu verkennen, daß die Jerusalemer in der freudigen Aufwallung über diese Errungenschaft, welche die lange Reihe der Kämpfe und Drangsale seit Antiochos Epiphanes'Eingriffen oder seit Jason's Abfall, seit mehr als 30 Jahren, zum Abschluß brachte, daß in diesem Gefühl der Befriedigung die Jerusalemer an die Alexandriner geschrieben haben. Möglich daß in diesen! Schreiben noch ein Mehreres enthalten war, was jene früher zu einem gewissen Zwecke mittheilenswerth gehalten haben mögen. Diejenigen, welche dieses Schreiben später auszüglich citiren wollten, haben aber nur dasjenige daraus mittheilen wollen, was ihnen für ihren gegenwärtigen Zweck dienlich schien. Wir kommen damit zu dem dritten Punkt,!nämlich zur Untersuchung der Frage, ob hier zwei Sendschreiben oder nur ein einziges vorliegen. Nun, die Vertreter der Zweiheit sind mit ihrer Behauptung so sehr in Verlegenheit, daß sie nicht mit Bestimmt-

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