Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Sendschreiben der Palästinenser an die ägyptisch-judäischen Gemeinden wegen der Feier der Tempelweihe
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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Gen!- nden wegen der Feier der Tempelweihe. 9 - 0u(yuff,rt(Htv rj/i i v, ״und fie macfjteu 1t 1t ä bekannt, daß sie nicht Feuer, sondern Wasser gefunden haben". Was soll hier das rj/xtr, da die Briefschreiber doch eine Geschichte erzählen, die drei hundert Jahre vorher vorgefallen ist? Grimms Noihbehelf, daß die Berichterstatter die Form der Autopsie gebraucht haben, ist doch gar zu absurd. Es ist nur erklärlich, wenn ntan annimmt, daß der Verteilt statt הודיעו אליו gelesen hat אלינו. - B. 2, 13: Juda hat das durch beit Krieg (ham7nv>x6m gesammelt. Dem Zusammenhänge nach kann es nur Schriften bedeuten; aber von solchen das Verbum Siamjusiv zu gebrauchen, ist doch gar zu auffallend. ״Zerstreut werden" kann es in! Leben nicht bedeuten, allenfalls ״zerfallen" oder ״verloren gehen". Würde ein griechisch Schreibender, felbst wenn er nicht zu den besten Stilisten gehörte, nicht lieber S1mmtQ(.1iva oder Smaxeöna/xivu gebraucht haben? Nimmt man aber an, daß im Original zu lesen war נפרדו und der Uebersetzer נפלו gelesen hat, dann kann er aus Velegenheit das Wort dcamnveiv gewählt haben. Der Satz könnte im Hebräischen gelautet haben: נם יהודה קבץ כל אשר נפרדו על יה המלחמה הבאה עלינו, והם אצלנו. Vielleicht beruht das crux interpretum tj/xsocu crxijvonrfliac (1, 9, 18) ebenfalls aus einem Fehler im Original. Statt יםי הנבה mag der Vertent ימי סכה gelesen haben. Der seltsame 6«nitiv sdsolut 1, 23 xarayxo/xevov *Iwvaihv, ein Eigenname, der nicht näher bestimmt wird, und von dem bis dahin keine Rede war, beruht wohl ebenfalls auf einer corrumpirten Stelle im hebräischen Original. Der zweite Punkt unserer Untersuchung bezüglich der Ursprache ist damit erledigt. Sämmtliche 54 Verse waren ursprünglich Hebräisch. Reflektirt das Sendschreiben oder die Sendschreiben einen hebräischen Text, so erscheint die Historicität desselben, wenn auch noch nicht gesichert, so doch wenigstens minder zweifelhaft. Denn daß die Behörden in Jerusalem griechisch geschrieben ha-