Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zum Ursprung der Sprache
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 2)
- Language
- German
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Notizen. 40 fertigt ist, daß Bernays, welchem der eine Band der Essays zur Erinnerung an schöne Tage tov <r< f1y>1Xoooy>eZv xal rov avfx- (piXoloysZv gewidmet ist, deren in England berühmt gewordenen Verfasser auf die Stelle in der Genesis zur Klarstellung des Verhältnisses der Bibel zur Frage nach dem Ursprung der Sprache hingewiesen haben wird : so mag auch hier dieser Gegenstand erörtert werden, um gleichzeitig Licht zu verbreiten über eine Stelle der Schrift, und auch hier wieder einmal durch ein Beispiel zu erhärten, daß das Buch der Bücher nicht mit Unrecht dem Meere verglichen ward, daß es wie das Meer mehr Tiefe hat, als es dem oberflächlichen Blick erscheinen mag. Bei einiger Ausmerksamkeit auf die ersten Kapitel der Genesis müßte es befremdend erscheinen, wenn die wichtige Frage nach dem Ursprung der Sprache nicht sollte in den Kreis der Belehrung gezogen sein. In diesen ersten Kapiteln wird Bericht gegeben über die Vorgänge, durch die der Mensch sich aus seinem natürlichen Urzustand in den der Cultur erhebt. Es wird des ersten Mittels Erwähnung gethan, durch das der Mensch seine Blöße bedeckte, gegen Wind, Regen, Kälte sich schützte durch Bereitung künstlicher Bekleidung (III, 21); es wird (IV, 20) der Name des ״Vaters der Zeltbewohner und Heerdenbesitzer" treuer Erinnerung übergeben; es wird der Erfinder der Zither und Flöte genannt, und freudige * *) Kunde wird gegeben von dem, der zuerst Zeug geschmiedet von Erz und Eisen, und endlich gipfelt der Bericht über die Erfindungen, abschließend in der Erwähnung des Zeitpunktes, da zum ersten Male ward öffentlich angerufen, verehrt Gott der Herr. *) Wäre es nicht eine auffallende Lücke, wenn der Bericht, der die Erfindung für ') Nur in diesem Sinne sind die Worte Lemechs V. 23 und 24 zu verstehen, daß er seinen Frauen gegenüber seiner Freude Ausdruck giebt über die Erfindung seines Sohnes Tubal Kain, die ihm mit der Wehr in die Hand Schutz für's Leben gebe und die Möglichkeit, Rache zu nehmen für Angriff und Verletzung. *) cf. Graetz, Gesch. der Israel. II» 169, N. 6.