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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 1 · p. Seite 37

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 1
Article
Die Fabel in Talmud und Midrasch
Date
1876-01-01
Page
Seite 37 (sequence 11)
Language
German
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lich hierüber fein Befremden, zn seinen Dienern אמרין ליה איח חמן חד גבר סב וכיון דמגוסי עליל הוא אמר תלח מאוון דמחלין על הדין ח ע לא1) והיה צנין. Als Rabbi Jehuda Hanassi dies gehört hatte, verfügte er sich in ben Speisesaal uub stellte Bar Kappara darüber zur Rede. Da meinte Dieser: Das Ihne ich darum, damit mau nid)t denke, es sei mir nur die guten Speisen zu Lhun gewesen, als ich so ungehalten über die Ausschließung meiner Person von der gestrigen Tafel war. Wir ersehen aus dieser Erzählung, daß Bar Kappara nundestens ein ebenso fruchtbarer uub begabter Fabeldichter war, wie Rabbi Me'lr, wenn sich auch keine von ihm erhalten habe!:. Bemerkenswerth ist der Umstand, daß wir bei Beiden, bei Rabbi Meir und bei Bar Kappara, die gleiche Zahl, und zwar bei beibeu 300 Thierfabeln angegeben finden. Warum Beide gleichviel, unh warum gerade 300?Dieselbe Zahl k o m m t noch au eine r dritte!: Stell e v o r, die wir spater kenne!: lerne!:!verde!:. Ich glaube!licht, daß wir es hier mit einem bloße!: Zufall, oder einer angenommenen runden Zahl, zu' thun haben. Ich halte vielmehr die l) Uebrigens scheint man es später auch mit der Bezeichnung משלות שועליכם nitt mehr genau genommen, sondern allerlei witzige Bemerkungen, calembourgartige Wortspiele, oder besser Spielereien, ebenfalls dar׳ unter subsumirt zn haben. Denn im Talmud, Ne^arim, 51a, i!t uns ein dreifaches Muster derartiger Spielereien aufbewahrt, m i t w e h chen Bar K appara Rabbi Jehuda H a n a s s i' s Hochz e i t s g ä st e bei V e r h e i r a t h u n g seines Sohnes Rabbi S i m o!: unterhielt. W r Uvn \ בן אלעשא חתניה דר׳ חוה ועשיר גדול הוד. אזמניה לבי הילולא דרי שמעון ברבי א״ל כר ק פ ר א לרבי פאי תועבה . . . א״ל לרבי . . , הכי אמר רחמנא תועבה תועה אתה ב ה ... כאי הבל? ...תבל הוא, תבלין יש בה!? ... ומאי זימה? ...זו מההיא?. Und diese Spielereien wurden so lange fortgesetzt, daß der ohnedies mit B. Kapp, nicht aus dem besten Fuß stehende Be!: Eleasa Vgl. Jerusch. Moed Katan III, p. 81 c.) und seine Frau die Geduld verloren und sich davonmachten. Man braucht darum hier die Bezeichnung משלות שועליס nicht allzugenau zu nehmen. Der Name wurde nach und nach auch auf andere Gegenstände ausgedehnt.

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