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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 1 · p. Seite 24

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 1
Article
Zacharias Frankel
Date
1876-01-01
Page
Seite 24 (sequence 13)
Language
German
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24 ZachartaS Franket Bildungsstätten^ der Dialekt der Palästinenser und die ans demselben entspringende eigenthümliche Sprachfärbung des Talmudidioms, die Methode und der von den Babyloniern verschieden« Lehrcharakter der Palästinenser in Halacha und Hagada, die Redaction und die Autoren des ״Feruschalmi", seine Geschichte und Textesbeschaffenheit wurden darin zum ersten Male dargestellt und aufgehellt. Durch seine erstaunliche Vertrautheit mit dem gesammten Stoffe der Halacha wie durch die in diesem Werke niedergelegten Studien in vollendeter Weise vorbereitet, trat Frankel in einem Alter, wo für Andere bereits die Zeit der Ruhe zu kommen pflegt, an die Erklärung dieses Talmuds selbst heran. Es giebt ein Muster unübertrefflicher Talmuderklärnng, den Commentar zum babylonischen Talmud von Isaak ben Salomo aus Trotzes, berühmt unter dem Namen Raschi. Knappheit und Klarheit, Tiefe der Sachkenntniß und Leichtigkeit im Ausdruck, Geschmack und Schärfe in der Auswähl der Auffassungen sind einige von den Vorzügen dieses Mustererklärers. Er wurde Frankels Vorbild, dem gegenüber er sich freilich nach seinem bescheidenen Geständniß ״wie der Mop an der Wand gegen die Zeder ans dem Libanon" vorkaui. 1874 erschien der erste Theil seiner Ausgabe des jerusalemischen Talmuds mit seinem: Die Liebe Zions benannten Commentar (Wien, Brüder Winter). Den Anforderungen moderner Wissenschaftlichkeit wie denen antiker Fachgelehrsamkeit suchte er in geicher Weise darin gerecht zu werden. Einen Tag vor seinem Tode vollendete er bis auf wenige Sätze der Vorrede den druckfertig in seinem Nachlasse vorhandenen zweiten Theil. Der Trost und die Lust seines Alters war dieses Werk, Furcht und Hoffnung Heilten sich in die Sorge um seine Bollendung; die Furcht hat Recht behalten. Eine Einleitung in den babylonischen Talmud) ein größeres Werk über die Effäsr, Fortsetzungen seiner Targumstudien hätte er nach seinen kühnen PNnen bei längerer Lebensdauer der Wissenschaft noch geschenkt;

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