Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die politische Geographie Palästina's im vierten und fünften Jahrhundert
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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im vierten und fünften Jahrhundert. 9 (Mtsschr. Jg. 1875 S. 61 fg.), ihre neue Heimath mit dem Namen ihrer alten ״Gabalene, G eb ir gs lan d", belegt haden müssen. Daher kommt es, daß dieses Gebiet, das doch zu Judäa gehörte, als i dumäisch bezeichnet wurde. Es wurde nach dem Namen der neuen Bewohner genannt. Ueberall, wo in den Talmuden יבלונח, גבלונה, גבלא oder גבלה d. h. G a. b a l e n e genannt wird, ist lediglich diese Gegend in Südjudäa darunter zu verstehen. Die Hauptstadt derselben war Bet- G n b r i n eben die bei Ptolemäus Baitogabra genannte. Sie existirte schon zur Zeit Josephus, unter dem Namen B a i t a g a ur r s, Baitogabris (nach der bei Rufinus erhaltenen L. 31.), war aber damals nur ein großes Dorf und muß ih^e Bedeutung erst zur Zeit der Antonine erlangt haben, da sie Ptolemäus als eine der namhaftesten Städte dieser Gegend bezeichnet. Dieser Geograph rechnet ganz richtig Baitogabra zu Judäa; denn es gehörte der ganzen Lage nach zu diesem Lande. Auch im Talmud wird Gabalene als heiliges Land behandelt; denn im vierten Jahrhundert war die Rede davon, Gabalene vom Sabbatjahrgssetze zu befreien, die Rigoristen waren aber dagegen. ') Vorher hatte Rabbi Jehuda der Patriarch Bet-Gubrin, ebenso wie Bet Schean und Cäsarea vom Zehnten-Gesetz dispensirt, weil nur wenig Judäer in diesen Städten wohnten und sie gewissermaßen wie ein Enklave Ausland im Inlands angesehen wurden. a) Aus Allem diesem folgt, daß Gabalene und die Centralstadt Eleutheropolis—Bet-Gubrin, innerhalb des judäischen Gebiets gelegen, früher von den Jdumäern besetzt war. Die Jdumäer dieser Gegend wurden von Johann Hyrkan zum Indenthum gezwungen. Sie kämpften den letzten Kamps für die Unabhängigkeit gegen die Römer, für die von ihnen angenommene Religion und das ihnen oktroyirte Vaterland. Da auch >) Jerus. Schebiit vi p. 36 a (ד׳ חונא בעי פשרי האי יבלונה (גכלונה ’) das. Deinai II 22 c רבי הר־זיר כיח שאן, רבי התיר קסרין רבי התיר בית גוכרין.