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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 1 · p. Seite 8

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 1
Article
Die politische Geographie Palästina's im vierten und fünften Jahrhundert
Date
1876-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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8 Die politische Geographie Palästina's Eleutheropolis und dem von Ptoleinäus erwähnten Baitog a b r a, dem heutigen B e i t - G' i b r i m, und dem in der talmudischen Literatur so oft genannten בית!:וברי ץ, eine Identität, welche Robinson gemacht hat (Palästina ll 617 fg. 672 fg.), bestätigt sich von allen Seiten. Beide Benennungen wurden zu gleicher Zeit gebraucht. Denn im dritten und vierten Jahrhundert wird diese Stadt auf Münzen und bei Eusebius Eleutheropolis und bei talmudischen Autoritäten derselben Zeit בית גוברין genannt. Die eine war wohl bei Griechen und Römern und die andere bei den Einwohnern und Jude». im Gebrauche. Die große Schwierigkeit, welche Rappaport in dem Umstande gefunden hat, daß diese Stadt unter beiden Benennungen im Midrasch zu Jdumäa gerechnet wird: Z. B. 0ואת הו־וורי (ו איליותרופוליס (so die richtige L. A.), die Anwendung des Segens für Esau, vom Thau des Himmels, ומטל השמיט מעל מ בית גוברין, endlich ער אבא אל אדוני שעירה וו בית גוברין. >) diese Schwierigkeit findet ihre Lösung dadurch, daß die Gegend, in welcher diese Stadt lag, Gabalene oder Gebalene genannt wurde, gerade wie die Gegend des Gebirgs Seir, der Wohnsitz der Jdumäer. Entscheidend dafür ist die Angabe bei Hieronymus Comment. (zu Obadja Ans.): Gebalene in fin i b u s E l e a t h e r 0 p 01 e o s , ubi ante habitaverunt Horraei, qui interpretantur liberi, unde ipsa urbs postea sortita vocabulum est. Die Etymologie ״Freistad t" von ״ ,הוריf r e i" mag bloß ein Witz sein, und sie wird auch im Midrasch gentacht, Hieronymus mag sie von einem seiner jüdischen Lehrer vernommen haben. Aber es folgt doch entschieden daraus, daß das Territorium von Eleutheropolis Gabalene genannt wurde, gerade so wie die Gegend des idumäischen Petra. Diese Denennung ist nur dadurch zu erklären, daß die Jdumäer, welche von den Nabatäern aus ihrer Heimath verdrängt worden waren und sich in die Gegend von Adora und Marescha besetzt hatten, ') Vergl. Rappaport Erech Milli» p. 39 fg.

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