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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 1 · p. Seite 7

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 1
Article
Die politische Geographie Palästina's im vierten und fünften Jahrhundert
Date
1876-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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im vierten und fünften Jahrhundert. 7 Die Jünglinge, welche sich Gesetzeskenntniß aneignen sollten, wurden in das Lehrhaus nach Tiberias geschickt. Als Hauptstadt und Sitz der Negierung bot Cäsara auch den Juden Gelegenheit zum Wohlstand und Neichthum. Die Wohlhabenden nahmen mehr Antheil an dem weltlichen Leben, welches die Landpsleger anregten, um sich nicht zu langweilen. In Cäsarea bestand ein Amphitheater und eine Rennbahn. Die Rivalität der Grünen und Blauen, welche die Bevölkerung aller großen Städte des römischen Reiches bei den Wettrennen aufzuregen pflegten, wiederholte sich auch in dieser Metropole. Auch die Juden in Cäsarea betheiligten sich lebhaft an der Rivalität und ebenso die Samaritaner, welche sich da angesiedelt hatten. Im Binnenlande zwischen Cäsarea und Jerusalem bildete Lpdda eine angese hene Stadt. Es führte bei den Griechen den Namen D i o s p o l i s. Es muß eine so große Bedeutung gehabt haben, daß es eigene Münzen geprägt hat. Die ״Kaufleute von Lydda" (תגרי ליר) , welche schon int zweiten Jahrhundert, noch vor dem hadrianischen Kriege erwähnt werden, setzten voraus, daß es eine Handelsstadt war. Es scheint, daß die Maaren, welche vom Hafen Cäsarea's importirt wurden, von hier aus nach dem Süden und Osten versendet wurden. Da es bereits im vierten Jahrhundert ein Bischofssitz war, so müssen auch viele Christen darin gewohnt haben. Die Galiläer im Norden nannten die Gegend von Lydda den Süden (Darom, ,דרומא דרוס. *)) Dagegen bedeutet Daroma bei Eusebius der ganze Süden Judäa's, namentlich die ehemaligen Wohnsitze des Stammes Sinieon, südlich von Chebron bis Eleutheropolis. Zu einer sehr bedeutenden Stadt erhob sich in dieser Zeit Eleutheropolis. Ihre Wichtigkeit für die damalige Zeitgeschichte und Topographie tritt erst voll heraus, wenn man die Momente berücksichtigt, welche bisher nicht gewürdigt wurden und nicht gewürdigt werden konnten. Die Identität von ') Vergl. Frankel das. S. 6 a.

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