Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die politische Geographie Palästina's im vierten und fünften Jahrhundert
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Hebron 1× ep/1047559
- Lod 1× ep/1045074
- Tiberias 1× ep/1048138
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im vierten und fünften Jahrhundert. dritten und vierten Jahrhundert noch existirt haben, aus den Talmuden, aus Eusebius OnomasEica sacra oder Tteql rcöv totukwv ovofxa-tmi und andern Quellen ermittelt werden. Die Talmnde erwähnen gelegentlich Städtenamen bei der Mttheilung von Vorgängen aus ihrer Zeit. Solche Angaben sind durchaus authentisch. Eusebius, welche die in der Bibel Vorkommenden Städtenamen erklären wollte, bemerkte bei mehreren derselben, daß sie zu seiner Zeit, d. h. im vierten Jahrhundert, noch bestanden haben und giebt dabei die Distanzen derselben von großem Ortschaften an. Bei einigen derselben fügt er hinzu, daß sie von Christen oder Juden bewohnt waren. Solche Bemerkungen sind allerdings von unbestreitbarer Auhenticität. Indessen müssen bei ihm manche Angaben erst kritisch verificirt werden; denn Eusebius theilt öfter die Tradition der Bewohner mit: man zeigt die und die Stadt an dieser und dieser Stelle. Solche Traditionen sind nicht immer richtig. Aus Eusebius' Distanzenbemessung von gewissen Städten aus geht hervor, daß es zu seiner Zeit nicht allzuviel bedeuteude Städte in Palästina gegeben hat. Als Ausgangspunkte für die Entfernung bezeichnet er im Süden Aelia, d. h. Jerusalem und fast eben so oft Eleutheropolis, ferner Hebron, Diospolis, d. h. Lydda, Nikopolis — E m m a u s. Am Meere oder von Westen aus nennt er C äsarea, Dora und Ptole mais ---- Akko. In der Mitte des Landes bestanden zu seiner Zeit N e a p o l i s — S i ch e m, ferner Sebaste — Samaria und Skythopolis — Bet - Schean. In der Ebene Jesreel giebt er für die Distanzen der in dieser Gegend gelegenen Ortschaften die Stadt Le- 8 i o n an. Mehr nördlich in Nieder-Galiläa bildet bei ihm Diocäserea, d. h. Sepphoris als Ausgangspunkt. Auch Tiberias und Jericho bezeichnet er als bedeutende Städte zu seiner Zeit. Jndenr er die Bedeutung des ,Ailäv als eine tiefliegende Thalstrecke erklärt, die von Bergen eingefaßt sei, be- 1*