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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 1 · p. Seite 12

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 1
Article
Die in einer Münchener Handschrift aufgefundene erste lateinische Übersetzung des Maimonidischen "Führers"
Date
1875-01-01
Page
Seite 12 (sequence 4)
Language
German
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12 Die in einer Münchener Handsch rift anfgesandeiie erste lateinische kehrte viel an Höfen und niit Gelehrten: Erasmus v. Rotterdam, Thomas Morus, Pico v. Mirandola; Leo X beschützte ihn, Franz l ernannte ihn zu seinen! Almosenier und verlieh ih!n den Titel eines Rathes, Heinrich VIN nahm ihn bei seinen! Aufenthalte in England freundlich auf. 1516 und 17 wohnte er dem Latera- Nischen Concil bei. Die ausgedehnten Handelsbeziehungen seiner Vaterstadt setzten ihn in den Stand, sich aus den entferntesten Plätzen die seltensten Bücher zu verschaffen und eine Bibliothek von Raritäten anzulegen, mit welcher sich nach seiner Versicherung zur Zeit in Europa keine zweite messen konnte. Er vermachte dieselben seiner Vaterstadt, welcher sie aus Unehrlichkeit nicht ausgeliefert wurde. Zu Paris, wo er als Lehrer der hebr. Sprache thätig!var, veröffentlichte er nach seiner eigenen Angabe (in der seinen Lunsli di Genova bei gefügten Autobiographie fol. 224b) zwölf Werke, von welchen folgende drei für uns ein besonderes Intereffe bieten 1) die lat. Uebersetznng des More, Paris 1520, 2) eine alte lat. Uebersetzung Philonischer Fragen über die Genesis, Paris 1520 fol. in derselben Druckerei und mit demselben Titelbilde wie der More. Am Schlüße des XI Folien enthaltenden Schriftchens heißt es: explicitus est über quaestionum morslivm super Genesim Philonis Judaei, ut sar!e vetustum altestatur exemplar, quamquam aut ab inlerprete aul a malcvolo quopiara aul ceile ab ignaro scriplore ncmnulla a margitie in contextum tradacta, etiam in Philonem dicta, comperies. Finem autern accepit sub Praeio Ascensiano cum gratis et privilegio quibus etRabbiMossei opera ad Nonas August! MDXX etc. In der Widmungsznschrift an die Königin Mutter von Frankreich nimmt Giustiniani zwar für das Büchlein die Autorschaft Philo's in Anspruch, giebt aber zugleich die Möglichkeit, daß die Schrift Philo untergeschoben sei, zu. Die einige Jahre später 1528 zu Basel veröffentlichten von Asarja dei Rossi im

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