Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Septuagintal-Codex des Ulfilas
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 3)
- Language
- German
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44 Der Septuagintal-Codex des Ulsilas., der übrigen Stücke zur Bestätigung des hier Gesagten behalten wir uns vor. Wenn es auch nicht möglich ist, ans den spärlichen Resten der Ulftlasübersetzung, die auf uns gekommen sind, wichtige, für die Exegese belangreiche Folgerungen zu ziehen, so dürfte es sich doch immerhin der Mühe lohnen, sie einer genauen Prüfung zu unterziehen, und womöglich aus ihnen Schlüsse auf den zu Grunde liegenden Septuagintaltext zu ziehen. Der Zufall ist uns hierin sehr zu Willen gewesen, indem wohl kein Buch der Bibel auf einem so kleinen Raum Gelegenheit zu Betrachtungen und Schlüssen gäbe, als das Buch Esra, welches wir in der 0" in zwei wesentlich von einander verschiedenen Versionen, dem sogenannten3EadqagA’ und 3EaSqag B’ besitzen. Ueberdies ist das uns erhaltene Esrastück, ausschließlich aus Namen und Zahlen bestehend, zu einem Prüfsteine des dem Ulf. vorgelegenen Textes fast wie geschaffen. Der gütige Leser wird uns auf dieser einförmigen Wänderung durch Zahlen und Buchstaben gewiß um so eher folgen, als wir im Voraus berichten können, daß der betr. Text in der That wesentlich von den obengenannten Texten der LXX verschieden ist und sich stellenweise enger an den massoretischen Text anschließt als diese. Vor Allem müssen wir zwei Punkte klar legen: 1. Ist das uns erhaltene Stück aus Esra (2, 12 und ff.), welches sich im 3EaSqag A’ cap. V, v. 12 und ff. findet, aus dem griechischen Texte A' oder B’ übertragen? und 2. Hat die Vulgata auch hier, wie angeblich im N. T. Veränderungen resp. Wiederherstellungen im Sinne des masoretischen Tertes verursacht. Vielleicht könnte es auf den ersten Blick gewagt scheinen, aus 34 Versen diese Fragen beantworten zu wollen, aber auch hierin war uns der Zufall so günstig, daß selbst der Ungläubigste bekehrt werden dürfte. Aä I. Weist das Namenregister des ״Eaöqag A' gerade an dieser Stelle viele Namen auf, die weder im mas. Texte noch inr E. B’ aufgezählt werden. So V. 12 vlol Xoqße e1vraxö<uoo tcevts; V. 15 — mas. II, 16 v. Kl,läv xal 3A^rjväv s§rjxovTaemä, v 3 A'Qaqov verqaxdaioi rqiaxovmdvo, v. 3Avvig ixardv