Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Mischnah in mündlicher Überlieferung erhalten
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 2)
- Language
- German
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36 Die Mischnah in mündlicher Ueberlieferung erhalten. Ergebniß der Untersuchung allgemeine Zustimmung zu erlangen. Nebenher werden sich einige interessante Beobachtungen über den Befund unserer talmudischen Texte aufdrängen. An mehreren Stellen wird eine Boraita citirt, die ain correktesten in Tos. Sabb. XVI und in jer. das. XVI p. 15c erhalten ist. Sie lautet: הברכות אף על פי שיש בהן מאותיות השם ומענינוח הרבה שבחורה אין מצילין אותן מפני הדליקה מכאן אמרו כותבי ברכות כשורפי תורה ומעשה באחד שהיה כותב ברכות ואמרו עליו לפני ר'ישמעאל והלך לבודקו כשהיה עולה בסולם התיש בקול פעמותיו של. ר׳ ישמעאל נטל טומוס של ברכות וזרקו לתוך ספל של מים. בלשון הוה אמר לו: גדול עונש האחרון מן הראשון. | Ebenso laufet die Stelle in M. Sopherim C. 15; nur ist da- Ij selbst eine corrumpirte Lesart, | נטל תכריך של שטרות וזרקו לתוך ספל שלמים, auftatt תכריך של ברכות. In babyl. Talmud Sabbat I p. 61b und ausführlicher 115b ist dabei ein Zusatz: הברכות והקמיעין אף על פי שיש בהן אותיות של שם ומעניות הרבה של תורה, daß auch Kameen oder Amulete nicht am Sabbat vor Feuers- I; gefahr gerettet werden dürfen. Was soll hier das Wort ברבות s bedeuten und noch dazu-כותבי ברכות? Segenssprnche, Enlogien s Doxologien, warum soll man diese nicht niederschreiben und fl warum nicht am Sabbat vor Feuersgefahr retten dürfen? fl Und in wie fern können in solcher! Enlogien viele Verse;1 der Schrift enthalten sein? Nascht, der sichere Wegweiser j in dem Labyrinth des Talrnud, scheint selbst rathlos in der s Erklärung dieses Wortes und dieses Passus gewesen zu f sein, und erklärte sie arr beit zwei Stellen verschieden. Er | verstand darunter a u,fg ez eich n et e Gebetformeln. t Aber diese können unnröglich darunter verstanden werden, wie I schon Rapaport überzeugend nachgewiesen hat (Ker. CH. V. S. I 47). Aber auch seine .Erklärung befriedigt nicht, daß ברכות a g afl dische Schriften bedeuten sollen, wiewohl ich selbst nothge- | zwungen sie früher adoptirt habe (0. S. 487). ברכות können dem I Wortsinne nach nichts anderes als Enlogien bedeuten. Aber f in wie fern soll es verpönt sein, solche niederzuschreiben? Man jj kann darüber nicht hinwegkommen! Rapaport führt als Argu- |j ment für seine Erklärung an, daß in der jerus. Stelle gleich f hinter dem Passus von ברכות die Sentenz angeführt wird, daß f es ein Vergehen sei, die A g a d a niederzuschreiben. Allein in jj