Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 15)
- Language
- German
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28 Rabbinische Agada's in 1001 Nacht. theil am künftigen Leben vorweg" (כל מי שהוא נוטל עכשיו חלקו של עה״ב הוא נוטל) sExod. R. c. 52, Jalkut Psalm 92 erweitert aus jer. Berach IX hal. 3 und Beresch. R. o. 35). lieber die mit Edelsteinen und Perlen besetzten Tische und Baldachine der Frommen und über den Duft der Bäume im Paradiese vgl. auch Jellinek Beth hamidrasch II, 52 und IN, 138. 6. AG -er mtf GE MtrMir-ei;.') Ferner wird erzählt: Einst lebte unter den Söhnen Israels ein sehr frommer, reicher Mann, der auch einen sehr tugendhaften Sohn hatte. Als der Vater dem Tode n a h e war, setzte sich sein Sohn ihm zu Häupten und bat ihn, ihm seinen letzten Willen kund zu thun. Der Vater sagte: ״Schwöre nie bei Gott, weder einen wahren noch einen falschen Eid." Bald nach des Vaters Tode kam einer von den S ö h n en Israels zu dem Mann und sagte: ״DeinVater war mir so und so viel Geld schuldig, und Du weißt wohl davon, gieb mir also das Geld oder schwöre, daß Tu Nichts davon weißt." Ta der Mann sich des letzten Willens seines Vaters erinnerte, gab er ihm was er begehrte,um nur keinen Eid zu schwören. Nach diesem kamen dann noch viele Andere mit falschen Ford e r u n g.e n , b i s d e r M a n n endlich sein ganzes Vermögen hingegeben hatte. Als ihm Nichts mehr übrig blieb, sagte er zu seiner gottesfürch tig en Frau, die ihm zwei Söhne geboren hatte: ״Da ich nun Alles weggegeben habe was ich besaß, und wenn wieder Jemand mich einer Schuld anklagt, ich gezwungen wäre: zu schwören, so laß uns unsere Heimath verlaffen und in ein Land reisen, wo uns Niemand kennt." Er bestieg daher mit seiner Frau und seinen zwei Kindem das erste beste Schiff, ohne eigentlich zu wissen, wohin er wollte. Aber bald wurde das Schiff zerschmettert, der Mann rettete sich auf einem Brette, die Frau auf einem andem, und Jeder der beiden Söhne wieder auf einem andern. ') Tausend und eine Nacht von G. Weil, IV, 96 ff.