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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 1 · p. Seite 27

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 1
Article
Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
Date
1873-01-01
Page
Seite 27 (sequence 14)
Language
German
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Ein Beitrag zur Geschichte der Wanderung orientalischer Mährchen. 27 schalmi von einer Verminderung, Verkürzung des Tisches (פחח פחורא) und von einem I n d i e Höhe S t e igen (עלה מאיליו) desselben die Rede und daraus hat die üppigere Phantasie des babylonischen Erzählers den goldenen Tisch im Paradiese, die Verminderung desselben dnrch Wegnahme und Herab st eigen Eines Fußes und die abermalige Ergänzung und W i e d e r a u f r i ch t u n g desselben durch Zurückreichen des fehlenden Fußes in d i e H öh e gemacht. Der u sprüngliche Rahmen ist von dem babylonischen Agadisten mit einem reicheren und wunderlicheren Inhalte ausgefüllt worden, — ein neuer Beleg zu der Behauptung Frankel's (Einleitung in den jernsal. Talmud 49 b), daß das unterscheidende Merkmal der palästinensischen Agada die Kürze und einfachere Anläge, das der babylonischen die lleberschwenglichkeit sei und ein lehrreiches Beispiel für die seltsanien Modisicationen, die sich Sagen bei ihren Wanderungen von Land zu Land gefallen lassen mußten. Die in obiqen Sagen ausgesprochene Ansicht, daß wunderbare Gnadengeschenke, die dem Menschen auf Erden zu Theil werden, eine Verkürzung der Freudeir im Jenseits bewirken, ist auch in der Agada B. Mezia 114 vertreten: Rabba bar Abuhu befand sich in dürftigen Verhältnissen und wurde vom Propheten Elias (mit dem er auch Megilla 15b in Verbindung gebracht wird, an beiden Stellen wird die Erzählung mit אשכחיה רבה ס״ אמה לאליהו eingeleitet) ins Paradies geführt. Dort angelangt, sprach Elias z!t ihm: ziehe Dein Kleid aus und sammle diese Blätter (der Bäume des Paradieses). Rabba b. A. that also. Als er aus dem Paradiese trat, hörte er sagen: Wer verzehrt (schon hienieden) sein zukünftiges Leben wie Rabba b. A. (מאן קא אביל לעלמיה כרבה בר אמה). Da schüttelte er das Kleid (in welches er die Blätter gesaminelt hatte) aus und warf die Blätter fort. Nichts desto weniger blieb der Duft der Blätter an dem Kleide haften, er verkaufte dasselbe um zwölf Tausend Dinare und vertheilte die Summe an seine Schwiegersöhne." — R. Simon b. Jochai bewirkt durch sein Gebet, daß sich seinen nach Reichthüniern lüsternen Schillern eine Ebene voll von Dinaren offenbart. Er ladet sie ein, das Gold aufzulesen. ״Wollet ihr Gold, mm hier ist welches, aber wisset, wer jetzt nimmt, nimmt seinen An-

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