Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 8)
- Language
- German
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Ein Beitrag zur Geschichte der Wanderung orientalischer Mährchen. 21 Throne für die Aufrichtigen und Frommen." Sie fragte dann nachdemThrone ihres Gatten. Man zeigte ihn ihr, und sie bemerkte eine Spalte auf einer Seite. S i e f r a g t e: ״W asbedeutetdieseSpalte?" Man antworteteihr: ״Sie bedeutet den Nu bin, der Euch vom Himmel gesandt morde n." Hierauf erwachte die Frau aus ihrem Traum und weinte und war fehr traurig wegen des n> angelhaften Thrones ihres Gatten mitten unter makellofen der andern Fro m - men, und sie sagte zu ihrem Manne: ״Bete zu Gott, daß er diesen Rubin wieder zurücknehme; es ist besser, diese wenigen Tage noch Armuth und Hunger zu ertragen, als unter den vor t re ffl i ch e n Männern a uf einem mangelhaften Throne sitzen." Der Mann betete, der Rubin flog wieder durch das Dach fort, und das fromme Ehepaar lebte in Armuth und Gottesverehrung, bis sie der Herr zu sich rief. Die entsprechende talmudische Erzählung Taanith 24 b unten bis 25 a lautet: ״Die Frau des N. Chanina b. Dosa (der eben so arm als fromm war) pflegte an jedem Rüsttage des Sabbat den Ofen zu Heizen (obzwar sie nichts für den Sabbat zu backen hatte), weil sie sich schämte (um ihre Armuth zu verbergen). Eine böse Nachbarin sprach: weiß ich doch, daß sie Nichts hat, wozu macht sie soviel her? ging und klopfte an die Thüre. Die Frau des R. Chanina b. Dosa schämte sich und zog sich in das innere Gemach zurück. (לאינררונא, pers. anderün). Da geschah ihr ein Wunder, sie sah den O f e n voll Brod und den Backtrog voll Teig. Die Nachbarin spöttelte: Hole doch die Schaufel, denn Dein Brod versengt! Sie aber antwortete: Ich bin ja eben deshalb ins innere Gemach gegangen. Sie ging in der That in's Gemach mit der vollen Zuversicht, daß ihr ein Wunder geschehen werde, da sie an wunderbare Fügungen in ihrem Leben bereits gewöhnt war. — Sie sprach darauf zu ihrem Manne: ״W ie lange noch sollen wir uns so kümmerlich behelfen?" ״Was soll ich thun?" frug er. ״Bete zu Gott, daßerDir vondemden Frommen für die zukünftige Welt aufbewahrten Gute