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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 1 · p. Seite 16

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 1
Article
Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
Date
1873-01-01
Page
Seite 16 (sequence 3)
Language
German
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16 Rabbinische Agada's in 1001 Nacht. scheinlich, daß das indische Märchenbuch Pantschatantra, das im späteren Mittelalter einen jüdischen!Übersetzer gefunden hat, schon den Agadisten der talmudischeu Zeit bekannt war, da verschiedene Sentenzen und agadische Erzählungen wie Taan. 21s von Nahum aus Gimso, der dem Kaiser ein Geschenk überbringen soll, starke Anklänge an das Pantschatantra verrathen (vergl. Pantschatantra von Benfey l, 129, 229, 376 und Schorr Hechaluz VIII, 20—23). Umgekehrt sind wiederum rabbinische Sagen in die Märchenliteratur anderer Völker gedrungen. So haben Beispielsweise die 66813 llomsiioruin, das älteste Märchen- und Legendenbuch des christlichen Mittelalters die Sage vom Wurme Schamir, bei dessen Berührung Stein und Glas sich spaltet (6681a Rom. von Grässe II, 227, 283, hier heißt der Wurm Thumare, Tanir) ausgenommen. Dieselben 6. R. lassen Noah den Weinstock mit dem Blute eines Lammes, Löwen, Affen und Schweines düngen und knüpfen eine ähnliche Nutzanwendung daran, wie der Midrasch אבכיר, dem die Sage entlehnt ist. (6. R. v. Grässe II, 78, 276; Midr. אבכיר in Jalkut נח, hier ist jedoch nur vom Lamm, Löwen und Schweine die Rede, während im Citat bei Josua ibtt Schoeib Deraschoth über den Pentateuch Abschnitt Noah auch der Affe genannt wird.) Nachfolgend soll das Eindringen rabbinischer Sagen in die arabische Märchenliteratur und speciell in die Märchen von 1001 Nacht eingehender dargethan werden. Ueber den indischen, persischen oder arabischen Ursprung der einzelnen Erzählungen in 1001 Nacht gehen die Ansichten der Forscher auseinander. Nach Benfey Pantschatantra I, 117 läßt sich die Sagensubstanz von 1001 Nacht fast durchweg in Indien Nachweisen. Wie jetzt nachgewiesen werden soll, hat auch der Talmud, der bei der lich an Gen. 30, 37 an und Dunlop, ohne von den Midraschim Kenntnis; zu haben, spricht die Vermuthung ans, das; die gewaltigen Wirkungen des Gemäldes der Andromeda auf die Gesichtsfarbe seiner Heldin dem bibelkundigen Bischof,, der den glücklichen Erfolg der List kannte, durch welche Jakob einen so großen Antheil an den Lämmern Laban's erhielt, nicht unmöglich scheinen mochten (Seite 11). Andere Beispiele aus dem Alterthum über die Einwirkung der Imagination auf die Gestaltung des Fötus bei Tuch zu Genesis 30, 37.

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