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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 1 · p. Seite 15

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 1
Article
Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
Date
1873-01-01
Page
Seite 15 (sequence 2)
Language
German
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Rabbinische Agada's in 1001 Nacht. 15 bis nach Indien, der Urheimath der meisten uns bekannten Sagen reichen die Beziehungen zurück und es ist sehr wahrden‘ an die Hand" ר׳ נחמן אמר לפלטין גדולה שהיו בו פתחים הרבה וכל שהיה נכנס בתוכה היה טועה מדרך הפתח בא פקח אהד וכטל הפקעת נשל גמי] ותלאה דרך הפתח היו הכל נכנסין ויוצאין דרך הפקעת כך עד שלא עמד שלמה לא היה אדם יכול להשכיל דבר תורה וכיון שעמד שלמה התחילו הכל סוברין תורה. Bereich. Rabba c. 12, wird derselbe Midrasch in einem anderen Znsammenhange verwerthet. — Ber. Rabba c. 78 wird anknüpfend an Gen. 30, 37 ff. Iakob's Verfahren mit den Schafen Laban's erzählt: Einst heirathete ein Schwarzer eine Schwarze [מעשה בכושי אחד שנשא לכושית אחת ומר׳] die ihm dann ein Kind von weißer Hautfarbe gebar. Der Vater brachte das Kind zu Rabbi mit der Frage, ob er dasselbe denn auch als sein Kind betrachten dürfe. Rabbi erkundigte sich, ob der Schwarze Gemälde in seinem Hause habe und welcher Farbe die auf den Gemälden befindlichen Personen seien. Der Mann gestand das Vorhandensein von Gemälden (Figuren weißfarbiger Personen) in seinem Hause. ״Diesem Umstande, — sagte Rabbi — ist die weiße Farbe Deines Kindes zuzuschreiben." — Der Midrasch Tanchuma נשא D erzählt dieselbe Geschichte in folgender Weise. Der König der Araber richtete an R. Akiba die Anfrage: Ich bin ein Schwarzer (Aethiopier) und meine Frau ist eine S ch w a r z e und nun hat sie einen weißfarbigen Sohn geboren. Ich möchte sie tödten, da sie mir untreu geworden ist. R. Akiba sprach dem König gegenüber die Ansicht aus, die Frau habe im kritischen Augenblicke die in seinem Hause befindlichen Gemälde weißfarbiger Personen ins Auge gefaßt, daher stamme die weiße Hautfarbe des Kindes. Wunderst Du Dich aber darüber, so denke an das Vorgehen Iakob's (Gen. 30, 37 ff.) mit den Schafen Laban's. Dem Könige der Araber leuchtete diese Ansicht ein und er war dem R. Akiba für die Mittheilung desselben dankbar." מעשה במלך הערבים ששאל את ר׳ עקיבא אני כושי ואשתי כושית וילדה לי בן הורגה אני שונתה תחתי א״ל צורות ביתך שחורות או לבכות אמר ליה לבכות א״ל כשהיית עוסק עמה עיניה נתנה בצורות לבכות וילדה כיוצא בהם ואם תמה אתה בדבר למד מן צאנו• של יעקב שמן המקלות היו כתיחמות .. . והודה מלך הערביים ושבח לרבי עקיבא. Diese Erzählung erinnert lebhaft an die Einleitung des Romanes Aetliiopica (Alfrcojmxwv ßtßXia dexa) des Heliodor, Bischofs von Trikka (lebte am Anfänge des fünften Jahrh.), wonach eine Konig i n v o n A e t h i o p i e n, die während eines zärtlichen Augenb li ck e s in d e n Armen ih r'es Gemahls ein Gemälde, welches die Geschichte der Andromeda darstellte, betrachtet hatte, von einer Tochter entbunden wurde, die eine weiße Hautfarbe zur Welt brachte. Aus Furcht nun, daß ihr Gemahl die Wirkung für nicht hinlänglich der Ursache entsprechend erachten möchte, setzt sie das Kind aus u. s. w ״(vgl. Dunlop Geschichte der Prosadichtungen übers, von Felix Liebrecht S. 9). Wie oben bemerkt wurde, knüpfen die Erzählungen des Midrasch ausdrück-

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