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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 1 · p. Seite 45

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 1
Article
Eine historische Notiz
Date
1872-01-01
Page
Seite 45 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Eine historische Notiz. 45 die Juden von Frankreich bilden können. ' Die Data sind meistens aus archivarischen Urkunden gezogen, und haben authentischen Werth. Der lange Bericht im Boniteur universel behandelte die Geschichte der Juden in vier Rubriken: 1) Von den portugiefischen und spanischen Juden in Bordeaux und denen in Avignon; 2) von den Juden in Lothringen; 3) von denen in Metz und 4) von denen in Elsaß. Von den Juden von Metz heißt es das. Im Jahre 1657 25. September erhielten sie neue Privilegien (lettres patentes), welche theils die alten bestätigten und theils sie dahin ausdehnteu, daß sie mit allerlei Maaren Geschäfte treiben durften. Die Kaufmannszunft protestirte aber gegen die Einregistrirung dieser Privilegien. Die Juden aber machten geltend, da sie ihre Niederlassung in Metz der Gnade des Königs verdankten, so müßten ihnen auch die Mittel gelassen werden, ihr Leben fristen zu könneu. Der Protest der Zünfte blieb fruchtlos. Ueber die Genesis dieser Gunstbezeugung Ludwig's XIV. für die Juden von Metz besitzen wir eine hebräische Urkunde, welche mir Herr Rabbiner Brann freundlichst mitgetheilt hat; er fand sie in einem gedruckten Buche (Jalkut)auf ein Blatt, geschrieben. Diese Urkunde ist ausgezeichnet von Mose Ko Heu aus Nar ol, dem Vater des später berühmt gewordenen Arztes To bi a Ko Heu, Leibarztes eines türkischen Sultans. Den.Vater Mose Kohen hat ein tragisches Geschick von Polen nach Metz gsschleudert. Aufstände des Kosakenhetmanns Chmielniczki gegen die polnische Krone von 1648 bis 1661 kosteten mehr als 200,000 Juden das Leben, da die Kosaken den Juden, Edelleuten und katholischen Geistlichen kein Pardon gaben, sie vielmehr mit kannibalischer Grausamkeit tödteten. Jkt Narol sollten 40,000 Menschen und darunter 12,000 Juden umgekommen sein, wie der Geschichtsschreiber dieser Gemetzel Garondski de Grondi berichtet. Mose Kohen und seiner Familie war es gelungen, sich durch die Flucht zu retten, und so kam er nach vielen Mühseligkeiten von Narol nach Metz. Da er, als Jünger des Samuel Edels (מהרש״א), ein scharfsinniger und gelehrter Talmudist war, so wurde er von der Metzer Gemeinde zu ihrem Rabbiner erwählt. Mose Kohen erzählt nun Folgendes: לסען ספר נפלאות חסים רעים אשר עשה ליראי ה׳ ולחושבי שמו

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