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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 1 · p. Seite 14

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 1
Article
Eine masoretisch-grammatische Kleinigkeit bezüglich der Silbe hal
Date
1872-01-01
Page
Seite 14 (sequence 7)
Language
German
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14 Eine massoretisch-grammatische Kleinigkeit bezüglich der Silbe הל. Pentateuch-Codex angeführt werden, in welchem הל׳״׳ ungetrennt und durch nichts ausgezeichnet vorkommt. Wollte man aller dafür die tradirte Schreibweise der Maarbat oder Palästinenser geltend machen, so würde man irren. Denn diese ist nicht älter, sondern jünger. Sie stammt wohl aus einem Codex der K ar ä er oder d er Ben-Ascher (vergl. Jg. 1871, S. 4 fg.). Denn Lonsano referirt von zwei jerusalemischen Codices, das eine aus dem eilften Jahrhundert und das andere noch älter, welche die Schreibweise der Suraner zeigten: ברקתי בשני ספרים ירושלמיים ישנים, האחר בן תק״מ שנה והשני ישן נושן ממנו מאור, ובשניהם הה" א בחובה לברה. Denn da im jerus. Talmud Chanänel's Ansicht citirt wird, das ה getrennt zu schreiben, so ist sie entschieden in der Praxis befolgt worden. Die Copisten haben also auch in Palästina die Schreibweise der Suraner eingehalten. Erst die Karäer, welche eine trotzige Opposition gegen Vieles, was int Talmud als Vorschrift galt, gernacht haben, haben wohl beide Rücksichten, die der Suraner uub die der Nahardeaner als talrmrdische Erfindung aufgegeben und das Wort הלי״י ohne Anomalie geschrieben. Später soll ein Beleg dasür angeführt werden, daß der palästinensische Modus vorr den Karäern stammt. Hier sei nur zum Schlüsse bemerkt, daß von dem Umstande, daß הל getrennt geschrieben ist, kein Beiveis für die ursprüngliche Selbstständigkeit desselben geführt werden darf. Dieser moclus scriboncki der Nahardeaner ist nicht älter, als der der Suraner, beide bieten nicht die ursprüngliche Schreibweise. Von Interesse ist die verschiedene Schreibweise dieses Präsixum lediglich als Kriterium für die Abstammung der verschiedeneu Codices, ob sie Abkömmlinge von suranischen, nahardeanischeu oder palästinensischen, d. h. karäischen Urtypen sind. In Spanien selbst herrschte eine Verwirrung bezüglich dieses Punktes. Me'ir b. Tordros Abrckafia (st. 1244), Vers, des מסורה םיינ לחורה, giebt an, er habe in s ä m m t l i ch e וווו וו d bewährter! sephardischen Codices das ה getrennt gesunder!: ה׳ רלי״י באנפי נפשא כתיבא, בכלהו נוסחי עתיקי ודייקי ה׳ לחור לי״י להור, also den Modus der Suraner. Dagegen tradirt Lonsano, in sephardischen Codices הלי״׳ ungetrennt gefunden zu haben: מצאתי בספרי ספרר הל י" י חבה אחת, also den Modus der Palästiuenser. Das ist ein Widerspruch, der nur auf historischem Wege

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