Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Eine masoretisch-grammatische Kleinigkeit bezüglich der Silbe hal
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 4)
- Language
- German
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Eine »lassoretisch.grammatische Kleinigkeit bezüglich der Silbe 11 .הל noch j. Mo öd Katan III,. p. 82 a und b. das. p. 10 a und Tossasot das. Rab Chananel war ein Jünger des Abba Arka oder Rab, in dessen Namen er viele Regeln über die Schreibweise der heiliaen Schriften tradirt hat, lebte also in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts. Man muß also in der Stelle Megilla lesen: ר׳ ועירא בשם ר׳ חננאל und צרייך לכתוב ה׳ מלמטה וכו׳, vielleicht muß man auch hier hinzufügen: בשם רב- Nab sowohl wie N' Chananel waren Babylonier *) oder richtiger S u r anet. N' Chananel hat Codices angefertigt, er hat also stets inr Deuteronomiunr z. St. das n getrennt vom Gottesnamen geschrieben. Hier haben wir also die Schreibweise der Suraner. Sie stützt sich auf die Autorität R' Chananel's, wahrscheinlich auch Nabs. Sie ist also erst im dritten Jahrhundert eingeführt worden. Bis dahin war dieses Wort ohne Anomalie in den Codices geschrieben worden. Ich erinnere an das Citat aus dem Midrasch : ר׳ שישא היה כותב, d. h. dieser hat ausnahmsweise so geschrieben, er that es nach R' Chananel's Angabe und Auleituug. Uebrigens ist mit dein gesonderten ה noch eine kleine Veränderung vorgegangen. Aus den beiden citirten Stellen geht hervor, daß das ה lediglich unter dem ל stehen soll, oder wie R' Chananel sich ansdrückt, im Knie des Lanred. Daß es als Majuskul geschrieben sein soll, ist hier nicht angegeben. Dagegen stellt das später zusammengetragene blassvbet Sopherim die Regel auf (c. IX, 6): ה רלי״י צריך להיות פשוט מכל הי, שיהא חיבה בפני עצמה, das H e soll gedehnt, d. h. lang gezogen^) sein, bannt es wie ein besonderes Wort aussehen soll. Wir kennen also den Ursprung dieser Anomalie; sie ist, mag sie vom Rab oder vom Rab Chananel stainmen, aus deni Bestreben hervorgegangen, dem Leser einen Wink zu geben, diesen Vers mit besonderem Nachdruck zu lesen. War sie einmal in Gebrauch gekommen, so haben es die spätereil Copisten wohl als eine Pflicht angesehen, sie weiter zu tradiren. — Samuel Nagid (st. 1055) spricht schon von dieser suranischen Schreibweise und hielt sie für einzig richtig (Citat bei Jbn-Esra Moznaim): אמר׳ שמואל הנגיד ') Vergl. Frankel, Einleitung in den jerus. Talmud p. 88. ’) פשופו bedeutet in diesem Buch stets lang gedehnt, d. h. horizontal groß, nicht vertikal, wie die in unsern Codices üblichen großen Buchstaben.