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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 1 · p. Seite 10

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 1
Article
Eine masoretisch-grammatische Kleinigkeit bezüglich der Silbe hal
Date
1872-01-01
Page
Seite 10 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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10 Eine Masoretisch-grammatische Kleinigkeit bezüglich der Silbe הל. Daraus folgt ohne Weiteres, daß dieser abweichend von andern Copisten und Codices das Wort הלי״י so geschrieben hat. Andere hatten also eine andere Schreibweise. — Der Name dieses Copisten ist bei dieser Untersuchung nicht ganz gleichgültig. Einen ששא, Sohn des Abba, gab es nicht, wohl aber einen שישא כריה דר׳ אירי בר אכין (vergl. Jechiel Heilperin 8 סדר הרורות. v. שישא). Er war ein Babylonier und Zeitgenosse des R' Papa, er lebte also in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts. Dieser Schischa hat also bei diesem Worte die suranische Schreibweise angewendet. Er war aber keineswegs der Erste, sondern ein anderer Copist, der unr ein Jahrhundert früher gelebt hat. Jm jer. Talm. kommt nämlich derselbe Passus vor (Megillall p. 71 e.): ר׳ שע׳ בריר, ררב חננאל אמר צריך לכתוב ה א למטה מארכובתו של למר ה לי׳יי תגמלו זאת. הא! לה׳ תגמלו ואת!. Wir haben also hier dieselbe Schreibweise, und derselbe Grund ist auch dafür angegeben, daß das ה mterroSstivum hier auch äußerlich auffallen soll, um die Undankbarkeit Israels gegen Gott hervorzuheben und zu betonen: ״Oh! Gott wollet ihr das vergelten!" Nur daß hier als eine Vorschrift für die Copisten angegeben wird, was im Midrasch lediglich als eine Eigenheit des Copisten Schischa referirt wird. Wir müssen uns auch mit dem Namen dieses Tradenteu ein wenig beschäftigen: ר׳ שע׳ בריה ררב הנגאל ist ein Unding, wie ebenfalls Heilperin angemerkt hat (das. 8. v. הנגאל). Der Name שע׳ ist jedenfalls corrumpirt. Aber auch das Uebrige ist nicht in Ordnung. In derselben Stelle j. T. und in b. Menachot p. 30 wird öfter ועירא בשם ר׳ חננאל בשבו רב genannt und zwar gerade bei Regeln für die Schreibweise der heiligen Schrift. R' Chananel war ein Copist für heilige Schriften. Es wird (b. Megilla p. 18 d) von ihm erzählt, er habe heilige Schriften ohne Textvorlage copirt, und das habe R' Chasda gerügt: ״Du bist wohl würdig, den ganzen Pentateuch auswendig abzuschreiben, aber es ist einmal nicht erlaubt" *); vergl. ר׳ חסדא אשכחיה לר׳ חננאל דהוה כתב ממרים שלא מן הכתב, אמר (י ליה ראויה כל התורה ליכתב על פיך אלא כך אמרו חכמים אסור לכתוב אות .אחת שלא מן הכתב

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