Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die beiden Ben-Ascher und die Masora
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Die beiden Ben-Ascher und die Masora. 8 dieses Codex war Mose Ben-Ascher ans Tiberias im Lande 2 .(1 מעדה) Er schrieb ihm im Jahre 827 nach der Tempel- Zerstörung, d. h. (nach der jüdischen Berechnung), 895 der üblichen Zeitrechnung. 3) Er bezeichnete neben der Schrift und den Punkten, dem klone und vekeetivo (המד יהד) noch Masora (ממדה), die er in diesem Codex so genau beachtet haben will, daß er einen herben Fluch gegen diejenigen ausspricht, welche etwas daran ändern sollten. 4) Den Bibel-Codex mit Punkten und Masora nennt er מהדד. Hier haben wir den Masoreten Mose Ben-Ascher, der in Tiberias im Jahre 895 geschrieben, also in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts gelebt hat. Ehe wir dessen Glaubensbekenntniß untersuchen, ob er Rabbanite oder Karäer gewesen ist, wollen wir uns Notizen aus einem andern Codex zusammenstellen, welcher von zwei Seiten bekannt ist. — In Aleppo befindet sich eine Hohle und in derselben ein Schrein mit hebräischen Schriften. Unter diesen Schriften befindet sich auch ein completer Bibel-Codex, woraus Sapir ebenfalls interessante Auszüge mittheilte (das. p. 12 b). Dieser Codex war schon früher bekannt. Aus der Vergleichung des Prologs und Epilogs mit einem anderweitig bekannt gewordenen Schriftstück ergiebt sich, daß aus demselben ein textkritisches Correctiv (תקון מפרים) angelegt wurde, welches Mose Jsserles in Krakau im Jahre 1530 um hundert Dukaten aus Safet erworben hat. Dieses תקון מופרים befindet sich noch heute in einer der Synagogen Krakau's, worüber Mardochai Weißmann in der Wochenschrift Maggid (Jahrg. 1857, Nr. 47 p. 186 in Beilage הצופה) Auskunft gegeben hat. Manches hat Weißniann darin nicht recht lesen können. Auch derjenige, welcher für Sapir eine Abschrift gemacht hat, scheint Manches nicht recht gelesen uud Wörter ausgelafien zu haben. — Die erste Seite ') Es bestätigt sich immer mehr, was ich anderweitig angegeben, daß Tiberias auch Moezziah hieß, von dem Chalifen Moezz oder Muizz.