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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 1
Article
Die paronomasirende Anwendung von Partikeln
Date
1870-01-01
Page
Seite 31 (sequence 14)
Language
German
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Eine bisher ungekannte Eigenthiimlichkeit der hebr. Poesie und Rhe torik. 31 tarnt) ״W as fügt bemt nun bie Wiederholung כושית לקח (o h n e א ו ח ו ת) zu b 0 m l׳ i s h e r Gesagten Hinz u"? Antwort: Dies! W i r w erben a u f in e r ks a m gemacht, baß es zweierlei Schönheiten giebt, des »Leib es und des Herzens. Aus dem ו ח ו חח dt hätten 1ס t v vielt e i ch t 1ו u r auf Leibesschönheit geschlossen; darum steht noch einmal: eine schöne (כ ו שי חח) Frau, um zu zeigen, b a ß s i e a n L e i b u n b <2 e c I c schön wa v". Daß dies ganz im Geiste des TaliuubiSmus ist, wird Niemanb in Abrede stellen, der ihn objektiv genug erfassen gelernt hat. Eine wesentliche Stiitze aber findet die Erklärung dieser Stellen in der Anordnung des Stoffes im Sifre, die hier ganz ausgezeichnet ist und die Entwickelung der Hagaba deutlich erkennen läßt. Selbstverständlich ist nun aber, daß diese Hagada auch nach einer anderen Richtung sich abzweigen mußte. Denn zunächst konnte denr Spürsinne der Hagadisten die Frage nicht entgehen: ״Worüber hatten beim eigentlich Mirjam und Aron so scharf (דבר) zu Moses geredet?" Darauf gaben sie sich die für ihren feinen Sinn zeigende Antwort: ״lieber die Bern ach lässtgung Zippora's!" Hoffentlich wird Niemand fragen, woher sie das wußten? Wir haben es mit einer Hagada zu thun! Nimmt man bloß diesen Grad eines Mißverhältnisses zwischen Moses und Zippora an (als worauf Aron und Mirjam eine Anklage zu gründen sich unterfingen), so erklärt er sich nach den! Wortlaute des Textes einfach durch die Hinzunahme der ״Knschiterin". Sifre stimmt denn auch hier mit dem Wortlaute des Textes ganz wohl überein (ותדבר IN), wenn es auch nicht ausdrücklich ans die ״Kuschiterin" als die Veranlassung von Zippora's Zurücksetzung hinweist. War aber einmal die ״Kuschiterin" mit Zippora identificirt, dann konnte man es nicht mehr bloß bei einer einfachen zeitweiligeir Vernachlässigung bewenden lassen, sondern man verschärfte den Conflikt bis zur V e r st o ß u n g. Diese tritt dann in Onkelos hervor, und wieder war es nur im Geiste des Talmudismns, wenn man sie, die einmal angenommen war, belegt erachtete durch das Plusgnamperfectnm לקח (d. h. wie Raschi z. St. sagt: ועתה גרשח). Darüber aber, daß On-

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