Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die paronomasirende Anwendung von Partikeln
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 15)
- Language
- German
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"2 Die parcmomafiveubc Anwendung von Partikeln. kelos die ״Knschiterin" mit Zippora ibeutlficirt uub כוישירה gerabejn mit שפירהא wiedergiebt, wird man nach der gegebenen Darstellung sich auch nicht mehr verwunderiü; es erklärt sich ans dem Gesagten zur Genüge. Ueberhaupt soll hier nicht zwischen der einen und anderen Erklärung entschieden werden. Abu Esra findet es sogar ungezwungeil selbstverständlich, daß bloß Zippora gemeint ist; Targ. Jerusch, stützt sich ans die zweite Stelle im Sifre und Talmud, ivelche auch bloß Zippora im Auge haben; Targ. psendj, ist eklektisch und Naschbam findet es wieder selbstverständlich (nach Dibre haj. schel Mose), daß eine ״Kuschiterin" und nicht Zippora gemeint ist. Die hierzu gehörige Angabe, daß Mose sie nicht berührt habe, ist wiederum rau׳ eine aus der Sache selbst sich ergebende Deutung. Denn Aron und Mirjam haben doch schließlich Unrecht! Uebrigens habe ich diesen Gegenstand bis hierher fortgeführt, um zu zeigen, wie die Hagada, mag man sie nun ältere oder jüngere nennen, durchaus Nichts hat vertuschen und als ״unangenehm" unterdrücken wollen, wie sie vielmehr in dem ihr eigenthümlichen Geiste harmlos, wie es ihre Art ist, sich fortentwickelt hat. Dieser Geist, dessen Erkenntniß wir vornehmlich Zunz's klassisch-objektiver und zugleich pietätvoller Forschung verdanken, wird uns nm so unverständlicher, je mehr wir in ihn hineinsprechen und je weniger wir uns von ihm ausprechen lassen. Schließlich habe ich nur zu bitten, daß man diese Abhandlung von bem Gesichtspunkte aus beurtheilen möge, den ich vornehmlich im Auge habe, und von welchem aus ich den Beweis erbracht zu haben wünsche, daß in den angeführten Beispielen eine rhetorische und poetische Figur vorliege.