Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die paronomasirende Anwendung von Partikeln
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 11)
- Language
- German
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28 Die pavott omajirenbc Anwendung von Partikeln. gedeutet worden ist. Nämlich zu IV. B. M. על אדות האישה הבשית bemerkt Sifre (ed. Friedniann S. 27a.): מגיד הכתוב שבל מי שהוא רואה אותה היה מודה בנויה. Daß nun die hier behandelte stehende R e d e f i g u r (wenn sie als solche anerkannt werden sollte) nach verschiedenen Richtungen hin Licht verbreiten kann, will ich durch Berichtigung eines Jrrthums nachweisen, der Herrn Dr. Geiger bei Besprechung der angeführten Sifrestelle begegnet ist. Herr Dr. G. ineint nämlich (Urschrift u. Uebersetznngg. d. Bibel S. 199), ״es mochte der jüngeren Hagadah unangenehm erscheinen (Moses noch ein Weib aus fremdein Volke, und wenn Dies an.ch eine Königin war, zuzuschreiben), und sie greift zur s e l t s a m e n Erklärung (der seltsamen Bezeichnung כושית ,(כושית heiße: sehr schön; so Sifre, Targ. II und Onkelos, eine Erklärung, die alle alten, das Wort wörtlich wiedergebenden Uebecsetzungen nicht kennen". Es ist mm aber an der ganzen. Sache durchaus nichts Seltsames, wenn man nachsieht, auf welche Weise die כושית für ״sch ö n" erklärt wird. Selbst wenn im Talnrud (die Stelle ist Moed kat. 16 b.) einfach gesagt würde, כושית heiße ״schön" (was aber nicht gesagt wird, sondern מה כושית משונה בעודה וכוי, vgl. Sifre u. weiter), so wäre dies auch nicht seltsanr, da man sagen könnte, der Talmud habe diese Bedeutung von dem persischen ״ ,חושschön" abgeleitet. Gleichwohl hat d e r T a l m u d nicht a n d i e s e A bleitung gedacht, was ich darum betone, weil das Gegentheil schon irgendwo behauptet morden ist. Immerhin konnnen persische Wörter inr Talmud genug vor. Seltsanr aber wäre es wirklich, wenn sich inr Sifre eine Rücksichtnahme auf das Perfische fände. Allein, wie oben gezeigt worden ist, denkt Sifre noch weniger als der Talnrud arr eure persische Ableitung. Er stützt seine Erklärung einfach auf אודות, gleichsam übersetzend ״wegen (על) des Lobes, des R u h in e s (und diese sind bei einer Frau zunächst in der Schönheit begründet) der kuschitischen Frau. Dies erkennt man denn auch sofort an der Auflösung שהכל) מורין), welches Wort Herr Friednrann nach seiner geroohnten Aufmerksamkeit nur hätte gesperrt drucken lassen sollen. Es ist also gegeir G. Folgendes erwiesen, einmal daß Sifre in der Hauptstelle nicht sagt, כושית heiße schön, sondern daß es diese Erklärung von אודת ableitet, und dann, daß diese Erklärung