Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die paronomasirende Anwendung von Partikeln
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 10)
- Language
- German
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Eine bisher unge kannte Eigenthümlichkeit der hebr. Poesie und Nhetorik. 27 deuten, vgl. Jerem. 8, 9 וחבמת מה להם u. a. St.), d. h. die Anhöhe sei ein Nichts, ein eitet Ding! Man übersetze also: ״Ein "Nichts ist die Anhöhe (— in Nichts), die Ihr besucht, darum heißt sie auch במה ---- in Nichts!" Man könnte, wenn für במה z. B. ״Opferweg" gesagt würde, das Wortspiel so wiedergeben: ״Weg mit dem Opferweg, den Ihr betretet, er heißt eben ״Opfer weg!" (Auf diesen Vers und Simonis' Erklärung hat mich Herr Baranek aufmerksam gemacht.) 12. על) אודות). Dies Wort bedeutet präpositionell ״w e g e n", erinnert aber zugleich an den Stamm הה in d. i. ״bekennen, loben, danken". (Wir können unter Umständen auch für ״wegen einer Sache" sagen ״D a n k einer Sache".) Da dieses Wort nur einmal rhetorisch gebraucht wird, so kann man davon mehre Beispiele von Paronomasiren nicht erwarten. In dem einzigen Male aber (Jer. 3, 8) ist es, wie mir scheint, zu einem Wortspiele verwendet. Hier soll es nämlich an יהודה (man denke an ,TUN הפעם I. B. M. 29, 35!) anklingen >). Der Prophet sagt: —,וחרא בגודה אחותה יהודה וארא כי על כל אדות אשר נאפה משבה ישראל — ולא יראה בגדה יהודה אחתה ותלך ותון גם היא. Den Sinn des Wortspiels אורות (gerade bei גאפה!) ersieht man schon aus dieser Zusammenstellung der hauptsächlichen Satztheile. — Bemerkenswerther ist jedoch dies Wort an dieser Stelle deshalb, weil es auch schon iu alter Zeit paronomasirend ') Hier will ich anmerken, das; der sel. Saalschutz in seiner ״Archäologie der Hebräer" irgendwo — die Stelle ist mir den Augenblick nicht erinnerlich und das Buch nicht zur Hand — den Namen יהוסף für eine Composition mit dem Tetragramm erklärt. Das ist falsch. EineCom- Position mit dem Tetragramnr findet sich er st nach der Offenbarung, nämlich i m N a m e n Ios u a (H o s e a). (Man vgl. IV. B. M. 13, 16 mit II. B. M. 18, 9.) יהוסף hingegen, ist wie י הודח nur eine volle Schreibung, wie יהושיע, M1?m,u. s. w. Die alten Grammatiker nannten diese Schreibung פיאור, wie man aus den nunmehr erscheinenden Talmiäe Dunascli von S. G. Stern ersehen wird, wo ich auch eine Erklärung dieses merkwürdigen Wortes zu geben versucht habe.