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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 1
Article
Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
Date
1868-01-01
Page
Seite 31 (sequence 17)
Language
German
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zur jüdischen Exegese. 31 diese Sage auch im Midrasch (Gen. R. c. 38), wo der Tod Haraus in ähnlicher Weise motivirt wird, aber die Darstellung im Buche der Jubiläen stimmt bis auf einige unbedeutende Abweic. hungen vollständig mit derselben überein. Dort wird nämlich ebenso erzählt, dass Abraham durch sein Rufen die Raben verscheucht habe, die das Feld seines Vaters verwüsteten (s. die deutsche Uebers. v. Dillmann in Ewalds Jahrb. Bd. III 8. 2) und dass er hierauf seinen Vater ermahnte, den Götzendienst aufzugeben1). Dann heisst es weiter (1. 1. 8. 3): ״Abraham stand auf bei Nacht und verbrannte das Haus der Götzen und Alles, was darin war, ohne dass die Leute etwas davon wussten. Und sie standen auf bei Nacht und wollten ihre Götzen aus dem Feuer retten. Und Aran eilte herbei, sie zu retten, da schlug die Flamme über ihm zusammen und er verbrannte im Feuer und starb in Ur der Chaldäer vor seinem Vater Therach und sie begruben ihn in Ur der Chaldäer". Ob nun Ephr. aus dieser Quelle direct geschöpft hat, lässt sich durchaus nicht ermitteln, man müsste denn annehmen, das B. d. Jub. sei im 4. Jalirh. bereits so allgemein verbreitet gewesen, dass es nicht nur dem Epiphanius und Hieronymus (vgl. Dillmann 1. 1. 8. 89 f.), sondern auch Ephr. bekannt war. Näher dürfte daher die Annahme liegen, dass der Verf. des B. d. Jub. und Ephr. aus derselben Quelle, der jüdischen Hagada, geschöpft haben42). ') Das B. d. Jub. (ibid. S. 2 und 89) fügt bei Erwähnung desselben Vorfalles bei Therach hinzu: ״Deswegen (sc. wegen des Zerstreuens der Raben) nannte er seinen Namen Therach". Das führt auf den Ursprung der vorliegenden Sage, die an das Wort תרח (der Zerstreuer) etymologisch anknüpfte. Vgl. Beer, Leben Abr. S. 96. 2) Hiermit wird die Frage über den Verf. des genannten Buches nicht alterirt, mag er (nach Dillmann 1. 1. 88 ff.) im 1. christl. Jahrb. zu suchen sein, oder genauer (nach dieser Monatsschr. 1856 S. 380 ff.) in Leontopolis zur Zeit Caligulas gelebt und dem Priesterstande angehört haben. Es soll hier nur das Resultat festgestellt werden, dass die Hagada, der wir in Palästina und Babylonien begegnen, auch bei den Juden in Aegypten heimisch war. Vgl, hierüber Frankel: DMGZ. Bd. IV, S. 107 ff.

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