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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 1 · p. Seite 24

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 1
Article
Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
Date
1868-01-01
Page
Seite 24 (sequence 10)
Language
German
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24 Die Commentarien des Ephraem Sj^rus im Verhältnis entziehen wollte (86 B, cf. Gen. R. c. 74)'). Im Grossen und Ganzen jedoch neigt er sich mehr zur sachlichen, als zur allegorischen Exegese hin, wenn er auch von der fast rationalistisehen Nüchternheit eines Theodor v. Mopsuesta (gest. 451) weit entfernt ist. Namentlich bleibt er im Commentar zur Genesis streng bei der Sache und fügt nur an verhältnismässig wenigen Stellen christologische Deutungen und Bemerkungen hinzu (z. B. Cp. 38 p. 89 sqq., c. 49, 10 ff. p. 108 und sonst, besonders häufig in den Scholien p. 149 F, 150 B, 172 B)* 2). Aber gerade dieser Mangel an einem entschiedenen exegetischen Prinzip liess für ') Ebenso erklärt er Gen. 35, 4, um die Söhne Jakobs von dem Vorwurfe zu befreien, sie hätten Götzen oder zum Götzendienst hestimmte Gegenstände bei sich gehabt: ״Die Götzen, die ihr als Beute von Sichern mitgenommen habt und die Ringe, die an ihren (seil, der Götzen) Ohren waren" (88 E) cf. Jonathan a. 1. שכם* lMD דהירו• מן und die Erklärung des Bechor Schorr, mitgetheilt von Geiger DMGZ. 1861. S. 157. 2) Neben diesem fortlaufenden Commentare finden sich nämlich noch Scholien von Ephr. zur Genesis (p. 116 —194), in denen dieselben Texte meist allegorisch erklärt werden. Da nun diese Art der Ex«egese in den Coram. zu den übrigen pentateuchischen Büchern öfter wiederkehrt und kein Grund vorliegt, die Echtheit aller dieser mit dem Namen Ephraems bezeiclmeten Scholien zu bezweifeln, so hat die Annahme Vieles für sich, dass in denselben — vermischt mit den Scholien des Jacob v. Edessa — Fragmente eines anderen 00mmentars von späterer Abfassungszeit oder einer anderen Edition aus der Hand Ephraems vorliegen (cf. Assem. B. 0. II, 129 und Pohl manu S. Ephr. Syri textu8 in Codd. Vat. Mscr. fase. I p. 21). Zu ExocL haben wir •nicht ebenfalls Stücke aus einem zweiten Commentar (wie Arnold in Herzog’s R. E. IV, 89 annimmt), sondern eine durchaus unkritische Zusammenstellung aus zwei verschiedenen Handschriften, die von den Herausgebern oft mit unverzeihlicher Nachlässigkeit neben einander abgedruckt wurden. So ist p. 228 B ein Scholion zu Exod. 20, 21, das p 221 F hätte folgen müssen, ebenso ist 223 D — 235 zu Exod. 21, 39 und 30, 18, 22 nicht am gehörigen Platze; 268 E zu Num. 20, 33 wäre nach p. 262 E einzufügen, endlich ist p. 149 E, 152 F, 157 D, 158 C, 161 E und 177 F der Name Ephr. vom Herausgeber willkilhrlich den Scholien vorgesetzt worden; cf. Pohlmann 1. 1, fase, II p. 23 sqq.

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