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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 1 · p. Seite 21

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 1
Article
Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
Date
1868-01-01
Page
Seite 21 (sequence 7)
Language
German
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zur jüdischen Exegese. 21 mit denselben auf den Verkehr mit Juden zurückzuführen1 *), die mit der syrischen Sprache vertraut und im Besitze der syr. Bibelübersetzung waren9). Wenn ferner Ephraem der hermeneutischen und exegetischen Richtung seiner Vorgänger Theodor von Heraclea, Eusebius von Emisa und Diodorus von Tarsus sich anschloss, die von der allegorisirenden Manier der Alexandeiner sich abwandten und den Weg der historisch-grammatisehen Interpretation einschlugen: so wird sich demnach das als Resultat heraussteilen, dass gerade wie bei den Alexandrinern und den syrischen Exegeten des 2. Jahrh. (Theophilus und Tatian), die von der LXX ausgingen, der Einfluss Philo’s sich geltend macht und zur Allegorie hinleitet3), so bei dem nach allgemeinem Urtheile weitaus bedeutendsten syrischen Exegeten die Entlehnung aus der dem Allegorisiren abholden jüdischbabylonischen Exegese. Denn nur aus dieser kann er die Traditionen geschöpft haben, die in der Pesch, entweder gar nicht oder nur durch ein umschreibendes oder hinzugefügtes Wort kurz angedeutet waren4 * * * *). Wenn er gleichwohl nirgends ausdrücklich diese Quelle angiebt, sondern nur ganz allgemein sagt: ״Einige“ oder ״einige Erklärer“ sagen, so darf dies in Betreff der Juden um so weniger befremden, da er auch sonst, wo er ') Cf. C. v. Lengerke de Eplir. Syri arte hermeneutica p. 17: ״verisimillimum esse debet, Ephraemum maxiraain suae rerum scientiae et eruditionis partem in Judaeorum consuetndine sibi comparasse“; cf. ibid. p. 20 und 204. 2) V. Perles: Meletemata Pescliitthoniana Diss. inaug. Vratisl. 1859 p. 24. 3) V. Rosenmueller 1. 1. I. p. 198 sqq. 4) Derartige Stellen sollen, soweit sie bei Ephr. in Betracht kommen, im Verlaufe näher besprochen werden. Die Frage, ob die Pesch, einen Juden oder Christen zum Verfasser habe, wird von Bleek (Einl. ins A. T. 1865 S. 108 und 800) dahin erledigt, dass ״christliche Theologen der Syr. Kirche aus dem Ende des 2. oder Anfang des 3. Jahrh." sie verfasst haben; jedoch kann durch dieses apodictische Urtheil wenigstens in Bezug auf den Pentateuch die bereits von R. Simon (hist, crit. du V. T. p. 274) ausgesprochene und von Perles 1. 1. gründlich nachgewiesene Ansicht, dass der Pentat. von Juden im 1. Jahrh. nach übl. Zeitr. übersetzt worden, nicht erschüttert werden.

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