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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 1 · p. Seite 21

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 1
Article
Die jüdische Religionsphilosophie über die Anthropomorphismen der Bibel
Date
1867-01-01
Page
Seite 21 (sequence 7)
Language
German
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21 über die Anthropomorphismen der Bibel; sam der ״Ehre“ Gottes nahetretende Vorstellungen — entstehen, scheint uns die in der Mischna Chagiga• 11, b. enthaltene strenge Rüge (כל שלא חס על כבוד קונו רתוי לו שלא בא לעולם) ursprünglich B) gerichtet gewesen zu sein. Und wenn ebenso ein älterer talmudisclier Autor Denjenigen־, der das Schriftwort buchstäblich übersetzt, einen ״Lügner“ nennt, — weil er nämlieh den Sinn des Schriftwortes unwahr auffasst —, dann hat derselbe wohl wahrscheinlich auch nur die anthropomorphistisehen Stellen der Bibel im Sinne9). Auch der Verfasser des More, Maimuni, hält sich durch und durch überzeugt davon, dass schon die talmudisclie Zeit die Anthropomorphismen der Schrift in vollkommen richtigem Sinne und Geiste erfasst und erkannt hatte. Denn also schreibt er das. Th. I, Abschn. 46: Unsere Weisen haben eine allgemeine Sentenz aufgestellt, die jede falsche Auffassung der biblischen Anthropomorphismen zurückweist, eine Sentenz, die dir zugleich klar beweist, dass es den talmudischen Autoren nie in den Sinn gekommen, eine Körperlichkeit Gottes anzunehmen1). Diese allgemeine Sentenz findet sich in Bereschit rabba eap. 27 und lautet: ״Ein grosses Wagnis8 war es von den Propheten, den Schöpfer durch das von ihm Geschaffene zu verbildlichen“. Maimuni führt jedoch sehr häufig noch einen andern talmudischen Satz als Belegstelle dafür an, dass schon die alten Lehrer die biblischen Anthropomorphismen sehr richtig als blos figürliehe Redensarten erkannt hatten — und zwar den im Talmud 8) Wir sagen ״ursprünglich“, weil die Gemara freilich diese Rüge der Mischna noch auf andere Fälle bezieht. 9) s. Kidd.49a:המתרגם פסוק כצורתו ה״ז בדאי. Vgl. dazu Tossafot im Namen des R. Chananel und Aruch, Schlagw. תרגם, welche sagen: פי' כגון ויראו את אלהי ישראל דמחרגם וחזו אלהא דישראל הרי .זה בדאי, שאין הקב״ה נראה והוא מאמר יורה לך שהחכמים ז״ל לא עלה בדעתם ההגשמה כלל, (ג ולא היה אצלם עניין ישבש או יספק שום אדם. Fürstenthai fmdet in letzteren Worten eine Allusion auf die bekannte Stelle des Abraham b. David: (גדולים וטובים הלכו בוו המחשבה (של ההגשמה לפי מדו שראו בדברי האגדות המשבשות אח הדעות.

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